GEDENKEN DER NSU-OPFER

Ditib: Mangelnde Anteilnahme trotz Hetze gegen Muslime

Der türkisch-islamische Dachverband Ditib hat der deutschen Politik und Gesellschaft mangelnde Anteilnahme angesichts einer angespannten Sicherheitslage und offenen „Hetze gegen Muslime und Juden” vorgeworfen.
dpa
Ditib
Schild über den Eingang der Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Kultur und Religion (Ditib). Foto: Christophe Gateau/Illustration
Köln.

Muslime seien sehr gefährdet, teilte der Generalsekretär des Ditib-Bundesverbands, Abdurrahman Atasoy, in Köln mit. „Das letzte Beispiel hierfür sind sicherlich die Flugblätter mit Hakenkreuzen und Todesdrohungen gegen Muslime in Köln-Mülheim wenige Tage vor dem 15-jährigen Gedenken der Opfer des Nagelbombenanschlags der Terrorgruppe NSU.”

Köln gedenkt an diesem Sonntag der Opfer des Anschlags der Gruppe „Nationalsozialistischer Untergrund” (NSU). Am 9. Juni 2004 hatten NSU-Mitglieder vor einem Friseursalon in Köln-Mülheim eine Nagelbombe gezündet. 22 Menschen wurden verletzt, vier davon schwer.

Diese Woche waren im Stadtteil Flugblätter mit Hakenkreuzen und Gewaltaufrufen gegen Muslime in Briefkästen verteilt worden. Nach den Tätern wird gesucht.

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