HURRIKAN ZIEHT NACH NORDOSTEN

„Dorian” erreicht Kanada – Hunderttausende ohne Strom

Mit starkem Regen hat der Sturm „Dorian” am Samstagabend (Ortszeit) die Ostküste Kanadas erreicht.
dpa
Hurrikan „Dorian”
Starke Wellen treffen entlang der Uferpromenade im kanadischen Halifax auf Boote. Foto: Andrew Vaughan/The Canadian Press
Washington.

Als sogenannter posttropischer Zyklon sei „Dorian” nahe Halifax in der Provinz Nova Scotia mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 148 Kilometern pro Stunde auf Land getroffen, teilte die kanadische Wetterbehörde mit.

Die Winde entwurzelten Bäume und knickten Strommasten um. Rund 400.000 Kunden des Stromversorgers Nova Scotia Power waren vom Stromnetz abgeschnitten, wie der TV-Sender Global News meldete. Berichte über Opfer gab es zunächst nicht.

Der Sturm sollte sich nach Nordosten in Richtung von Neufundland und Labrador fortbewegen. Für die Küstengebiete sprach die Behörde eine Warnung vor Sturmfluten mit hohen Wellen aus.

Auch in New Brunswick, der Nachbarprovinz von Nova Scotia, saßen 64.000 Haushalte im Dunkeln, wie Global News weiter berichtete. Der Versorger Nova Scotia Power sprach von „erheblichen Auswirkungen” auf die Stromversorgung in der Region. Erst bei Abschwächung der Winde würden Reparaturen vorgenommen. Das Unternehmen postete auf Twitter Fotos von umgeknickten Bäumen und Strommasten – mit der Warnung an Kunden, nicht selbst Hand anzulegen, um etwa niedergerissene Stromleitungen aufzurichten.

Am vergangenen Wochenende hatte „Dorian” als Hurrikan der höchsten Kategorie fünf die Bahamas getroffen, dort über mehrere Tage gewütet, enorme Schäden angerichtet und mindestens 43 Menschenleben gefordert. Am Freitag war „Dorian” dann über einen küstennahen Teil des US-Bundesstaats North Carolina hinweggezogen und hatte dort Überschwemmungen, Schäden und Stromausfälle verursacht.

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