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Dortmund rückt nach 3:1 in Bremen näher an Bayern ran

Dortmund rückt nach 3:1 in Bremen näher an Bayern ran
Dortmund rückt nach 3:1 in Bremen näher an Bayern ran
Carmen Jaspersen

Borussia Dortmund hat die Chance nach dem Bayern-Remis genutzt. Der Tabellenzweite gewann am Samstag in der Fußball-Bundesliga bei Werder Bremen mit 3:1 (2:1) und verkürzte den Abstand auf die in Frankfurt sieglosen Münchner auf fünf Zähler.

Die Bremer bleiben hingegen durch die Niederlage gegen die Borussia im Tabellenkeller.

Die Tore für die starken Dortmunder schossen vor 42 100 Zuschauern im ausverkauften Weserstadion Marco Reus (9. Minute/72.) und der überragende Henrich Mchitarjan (44.). Für Werder traf nur Anthony Ujah (32.).  Am Ende der flotten Partie musste der Vierte Offizielle Norbert Grudzinski knapp zehn Spielminuten aushelfen, weil Schiedsrichter Tobias Welz nicht weitermachen konnte.

Die Tormaschine, wie Werder-Trainer Viktor Skripnik den Dortmunder Angriff genannt hatte, kam schnell auf Touren. Die Fünferkette, die der Bremer Coach aufgezogen hatte, hatte immer wieder Probleme gegen die Dortmunder Offensiv-Power mit Pierre-Emerick Aubameyang und Marco Reus, die beim Pokalsieg gegen Paderborn geschont worden waren.

Schon nach neun Minuten nutzte Reus eine Vorlage von Mchitarjan, der einen Steilpass von Ilkay Gündgan quer auf den freien Nationalspieler passte. Es war ein typischer BVB-Treffer, mit dem die 5-1-3-1-Aufstellung der Gastgeber ausgehebelt wurde.

Werder zeigte sich zunächst nicht geschockt und spielte engagiert und mutig weiter. Belohnt wurden die Gastgeber durch den schön herausgespielten Ausgleich durch Ujah, der abstaubte, nachdem Matthias Ginter zunächst noch gegen Florian Grillitsch retten konnte. Doch die Bremer Abwehrschwierigkeiten blieben.

Probleme hatte Werder vor allem auf der linken Abwehrseite. Durch den erneuten Ausfall von Santiago Garcia durfte Janek Sternberg erneut von Beginn an auflaufen, doch der 23 Jahre alte Verteidiger hatte große Probleme mit den schnellen BVB-Attacken über seine Seite. Beim zweiten Treffer der Gäste ließ der offensiv gute Sternberg den heranlaufenden Mchitarjan ungedeckt, sodass der Armenier den Außenristpass von Mats Hummels per Flugkopfball verwerten konnte.

Keeper Felix Wiedwald hatte ordentlich zu tun. Der zuletzt starke Torwart der Bremer sah bei der BVB-Führung unglücklich aus, konnte sich danach aber auszeichnen. Glück hatte Wiedwald indes, dass  Aubameyang seine beste Chance (51.) nicht nutzte und  danach Theodor Gebre Selassie (70.) vor dem BVB-Torjäger rettete. Chancenlos war Wiedwald, als Reus wenig später einen Pass des starken Mchitarjan zum überfälligen 3:1 nutzte und die Entscheidung brachte. 

Auffällig spielte im Bremer Mittelfeld außerdem Clemens Fritz. Der Kapitän der Gastgeber setzte mit kämpferischen Aktionen und Durchsetzungsvermögen immer wieder Zeichen. Im Angriff war Anthony Ujah auf sich allein gestellt, doch der gegen seine Ex-Clubs Mainz und Köln insgesamt dreimal erfolgreiche Stürmer war wieder im richtigen Moment zur Stelle und staubte zum Ausgleich ab.

Ein Nachspiel dürfte die Wurfattacke auf Mchitarjan nach dem Warmmachen haben. Ein Bremer Besucher traf den Spieler mit seinem Wurfgeschoss, es soll sich um zusammengeknüllte Pappe gehandelt haben. «Das ist nicht tolerabel», sagte Werder-Sportdirektor Rouven Schröder beim TV-Sender Sky. Der Werfer wurde identifiziert und des Stadions verwiesen.