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Drei Jugendliche sterben bei illegalen Autotouren

Drei Jugendliche sterben bei illegalen Autotouren
Drei Jugendliche sterben bei illegalen Autotouren
Patrick Seeger

Bei unerlaubten Autotouren sind in der Nacht zu Samstag in Niedersachsen drei Jugendliche im Alter von 14, 15 und 17 Jahren ums Leben gekommen.

Im ostfriesischen Westrhauderfehn fuhr ein mit den 14 und 15-Jährigen besetztes Auto mittig über einen Kreisverkehr, kam nach links von der Fahrbahn ab und stürzte in einen Kanal. Weil das Fahrzeug dabei noch einen Teil des Brückenpfeiler traf, habe es sich gedreht und sei mit dem Dach im Wasser gelandet, sagte ein Polizeisprecher. Die beiden Jungen konnten nur noch tot aus dem Fahrzeug geborgen werden. Laut Sprecher hatten die beiden Jugendlichen sich unerlaubt das Auto der Eltern des 14-Jährigen für die Spritztour genommen.

Im Kreis Rotenburg hatte sich ein 17-Jähriger ebenfalls nachts unerlaubt das Auto seiner Eltern genommen und kollidierte in Visselhövede mit einem an der Straße abgestellten Kranwagen. Der 17-Jährige wurde noch schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht, starb aber bald darauf an den Folgen seiner Verletzungen. Wahrscheinlich war er zu schnell unterwegs und stand unter Alkoholeinfluss. Einen Führerschein hatte er nicht.

In Berlin sind bei einer Verfolgungsjagd zwei Polizisten und ein Autofahrer verletzt worden. Es ist der zweite Fall binnen einer Woche, bei dem bei einer Verkehrskontrolle in der Hauptstadt Einsatzkräfte Verletzungen erlitten.

Ein 33-jähriger Autofahrer hatte in der Nacht auf Samstag eine rote Ampel ignoriert. Zivilbeamte wollten ihn stoppen, doch der Mann raste davon, wie die Polizei mitteilte. Nach einigen Kilometern überholte ein Polizeiauto den Wagen des Flüchtenden und dieser reagierte mit einem Wendemanöver. Ein zweiter Polizeiwagen musste ausweichen und prallte gegen ein parkendes Fahrzeug. Die beiden Beamten in dem Streifenwagen wurden leicht verletzt.

Schließlich geriet der Flüchtende an einer Kreuzung ins Schleudern. Er prallte mit seinem Auto gegen einen weiteren Polizeiwagen und blieb stehen. Der 33-Jährige wurde leicht verletzt. Gegen ihn wird nun unter anderem wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis, Straßenverkehrsgefährdung und Unfallflucht ermittelt.

Am Mittwochabend war bereits ein Berliner Polizist bei der Kontrolle eines Autofahrers verletzt worden, der ebenfalls Verkehrsregeln missachtet hatte. Der Zivilfahnder hatte die Fahrertür geöffnet, wurde jedoch erfasst, als der Fahrer plötzlich den Wagen zurücksetzte. Er wurde dabei zu Boden gerissen und schwer verletzt.