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DWD misst erneut 40,3 Grad in Kitzingen

DWD misst erneut 40,3 Grad in Kitzingen
DWD misst erneut 40,3 Grad in Kitzingen
Oliver Berg

Der Deutsche Wetterdienst hat nach eigenen Angaben erneut im bayerischen Kitzingen den deutschen Rekordwert von 40,3 Grad Celsius gemessen. Dieser Temperaturhöchstwert für Deutschland war dort bereits am 5. Juli erreicht worden.

40,3 Grad ist die höchste jemals gemessene Temperatur in Deutschland seit Beginn der flächendeckenden Wetteraufzeichnungen im Jahr 1881. Ein DWD-Sprecher sagte der Deutschen Presse-Agentur am Abend, es sei sehr unwahrscheinlich, dass am Freitag eine noch höhere Temperatur gemessen werde.

Schweißtreibende Temperaturen von über 30 Grad machten vielen Menschen fast überall in Deutschland zu schaffen - mit Ausnahme der Regionen an den Küsten. Doch in vielen Gebieten beenden Gewitter die Gluthitze. Im Nordwesten zogen am Mittag bereits erste Unwetter auf. Am Samstag wird es laut DWD bis zu zehn Grad kühler, aber es bleibt damit noch immer sommerlich warm.

Bei der Hitze des Freitags fanden die Berliner eine Mini-Erfrischung vor allem in gekühlten Büros, Freibädern und in U-Bahnstationen. Touristen suchten schattige Plätze am Wasser. Laut Wetterdienst sollten die Temperaturen dort auf bis zu 38 Grad steigen.

Im Zoo wurden Eisbomben verfüttert. Die Elefanten würden sich selbst helfen, sagte eine Sprecherin. Sie bewerfen sich mit Sand und legen sich so selbst eine Schutzschicht zu. Der Berliner Hotel- und Gaststättenverband freute sich über die hohen Temperaturen: «Nichts ist besser als gutes Wetter - die Schiffe sind voll, die Biergärten sind voll», sagte Hauptgeschäftsführer Thomas Lengfelder.

Während es für Hauptstädter bisher einen Jojo-Sommer mit einem rasanten Wechsel zwischen kühlen und heißen Phasen gab, ist es in manchen Regionen in Süddeutschland seit Wochen ununterbrochen schön. «Es ist ein Sommer, wie man ihn sich wünscht», schwärmt etwa Johannes Weizenegger, Technischer Leiter des Freibades in Kempten (Allgäu). Vor allem die Hitzewelle im Juli hat den Bädern bayernweit gute Besucherzahlen beschert.

Die Hitze setzt aber manchen Menschen auch stark zu: Mit Schwäche, Benommenheit und schwankendem Blutdruck werden derzeit mehr Patienten als sonst in die Krankenhäuser eingeliefert. Ärzte raten dazu, viel zu trinken.

Am Abend erwarten die Meteorologen für Deutschland eine Gewitterfront aus Westen, die deutliche Abkühlung bringen soll. Während der Gewitter sind Hagel, Starkregen und Sturmböen möglich.