DFB-POKAL

Eintracht träumt von Berlin

Ein Handelfmeter nach Videobeweis, eine schwere Verletzung und eine Rote Karte: Nach dem Sieg von Eintracht Frankfurt im Pokal-Viertelfinale gegen Werder Bremen gab es viel Diskussionsstoff.
dpa
Eintracht Frankfurt
Frankfurts Torschütze Daichi Kamada (2.v.r) jubelt mit Teamkameraden nach dem zweiten Tor. Foto: Arne Dedert/dpa
Frankfurt (Main).

Die Profis von Eintracht Frankfurt feierten noch lange nach dem Abpfiff mit ihren Fans den Einzug ins Pokal-Halbfinale, das aber nur eine Durchgangsstation sein soll.

„Wer schon mal in Berlin war, will wieder dorthin. Wer den Pokalfilm gesehen hat, noch umso mehr”, erinnerte Torwart Kevin Trapp an die Jubelbilder nach dem Triumph der Eintracht 2018.

Der 2:0 (1:0)-Sieg gegen Werder Bremen lässt den Hessen weiter alle Chancen auf den sechsten Pokalsieg der Vereinshistorie und verstärkte die sportliche Krise des Bundesliga-Rivalen von der Weser. Der ist schon am kommenden Samstag im Berliner Olympiastadion gefordert, wenn es im Gastspiel bei Hertha BSC um wichtige Punkte im Kampf gegen den Abstieg geht. Bis dahin muss Trainer Florian Kohfeldt die Ereignisse von Frankfurt aus den Köpfen seiner Spieler bekommen.

VERLETZUNGSPECH: Neben dem Spiel verloren die Bremer auch Abwehrspieler Ömer Toprak. Der 30-Jährige wurde nach einem üblen Tritt von Frankfurts Flügelflitzer Filip Kostic, für das der Serbe in der Nachspielzeit die Rote Karte sah, mit Verdacht auf Wadenbeinbruch ins Krankenhaus gebracht. Der Leihgabe von Borussia Dortmund droht das vorzeitige Saison-Aus. „Das ist extrem bitter. Der Junge hat so gekämpft, um dieses Jahr wieder dabei sein zu können”, sagte Kohfeldt.

Vorwürfe an die Adresse von Kostic, der mit einer Sperre von mindestens zwei Wettbewerbsspielen rechnen muss und den Frankfurtern in dieser Saison im Pokal damit nicht mehr zur Verfügung stehen wird, gab es jedoch nicht. „Ich möchte Filip Kostic nicht in eine Ecke stellen. Er hat sich sofort entschuldigt”, sagte Kohfeldt.

HANDELFMETER: Nicht gut zu sprechen war der Werder-Trainer auf den Videobeweis, der den Frankfurtern zur glücklichen Pausenführung verhalf. Niemand im Stadion hatte das Handspiel von Ludwig Augustinsson im eigenen Strafraum wahrgenommen. Die Bremer reagierten daher mit Unverständnis darauf, dass sich der Video-Assistent aus Köln einschaltete und Schiedsrichter Felix Zwayer nach dem Studium der TV-Bilder auf Elfmeter entschied.

„Ich äußere mich zu dem Thema stets dezidiert und bin niemand, der das immer grundsätzlich auf die Schiedsrichter schiebt. Aber meiner Meinung nach hätte eine klare Fehlentscheidung vorliegen müssen. Das habe ich nicht gegeben gesehen”, sagte Kohfeldt. Sein Frankfurter Kollege Adi Hütter räumte ein: „Das war eine glückliche Entscheidung für uns und die Schlüsselszene des Spiels.”

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