TOR-PREMIERE

Eishockey-Talent Stützle trifft spektakulär in der NHL

Bei Tim Stützle geht es seit einigen Tagen Schlag auf Schlag. Reise nach Ottawa, Quarantäne, erstes Training, erstes Spiel in der NHL , 19. Geburtstag – und dann am Samstag auch gleich der erste Treffer in der besten Eishockey-Liga der Welt.
dpa
Tim Stützle
Ottawa ·

Am Freitag wurde Tim Stützle 19 Jahre alt und gab sein Debüt in der besten Eishockey-Liga der Welt. Tags darauf gelingt ihm der erste Treffer für die Ottawa Senators – und was für einer.

Den aus der Luft kommenden Puck lässt er kurz aufs Eis fallen und knallt ihn dann humorlos ins kurze Eck. Danach beantwortete der in der Jugend von Adler Mannheim ausgebildete Stürmer Fragen der Deutschen Presse-Agentur.

Wie haben sich die vergangenen Tage angefühlt mit dem ersten Training, dem ersten Spiel und nun auch dem ersten Tor in Ottawa?

Tim Stützle: Es hat sich alles sehr, sehr gut angefühlt. Es hat unglaublich viel Spaß gemacht. So gut aufgenommen zu werden, ist denke ich auch nicht selbstverständlich. Klar war es am Anfang schwer mit der Quarantäne, die wir machen mussten, aber ich denke, wir haben das Beste daraus gemacht. Ich denke, man kann sehen, dass wir eine Mannschaft sind, die sehr, sehr hart zusammenarbeitet und für jeden alles gibt. Deswegen macht es sehr viel Spaß, hier zu spielen.

Welche Bedeutung hat dieses erste Tor?

Stützle: Eine sehr große Bedeutung natürlich. Da fällt immer eine Last von den Schultern. Aber im Endeffekt wollte ich heute mit einem Sieg rauskommen und das ist leider nicht gelungen. Im Großen und Ganzen haben wir die Sache ordentlich gemacht und sehr gut als Mannschaft zusammengespielt. Wir können Sachen rausnehmen, an denen wir noch arbeiten müssen. Aber ich denke, das ist ganz normal, das ist das zweite Spiel in der Saison und wir hatten wenig Zeit in der Vorbereitung.

Wie groß ist der Unterschied in der NHL zu spielen im Vergleich zu allen anderen Erfahrungen als Spieler bislang?

Stützle: Es ist ein sehr, sehr großer Unterschied. Es geht alles viel schneller. Auch mit der kleinen Eisfläche. Ich brauche immer ein paar Minuten, um mich daran zu gewöhnen. Aber ich denke, dass es heute schon besser geklappt hat als im ersten Spiel und ich denke, dass das von Spiel zu Spiel besser wird. Es macht einfach Spaß, mit den Jungs da draußen zu arbeiten. Es sind alles super Jungs und man kann sehr viel von ihnen lernen.

ZUR PERSON: Der aus Viersen stammende Tim Stützle spielte vor seinem Wechsel nach Kanada für die Adler Mannheim in der DEL. Beim Draft der NHL entschieden sich die Ottawa Senators an dritter Stelle für ihn. Aus Deutschland wurde so früh nur Leon Draisaitl ausgewählt.

© dpa-infocom, dpa:210117-99-56153/3

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