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Ende der Sommerpause: NSU-Prozess wird fortgesetzt

Der NSU-Prozess vor dem Oberlandesgericht München ist nach fast einem Monat Sommerpause fortgesetzt worden. Vor Gericht stehen die mutmaßliche Neonazi-Terroristin Beate Zschäpe und vier mutmaßliche Helfer der Terrorgruppe «Nationalsozialistischer Untergrund» (NSU).

Vor Verhandlungsbeginn bot sich den Zuschauern im vollbesetzten Gerichtssaal das bekannte Bild: Die Hauptangeklagte Zschäpe kam mit schnellen Schritten in den Saal, stellte sich zwischen ihre Verteidiger und drehte den Fotografen den Rücken zu.

Heute soll zunächst ein BKA-Beamter als Zeuge gehört werden, der den Angeklagten Holger G. vernommen hatte. G. hatte unter anderem zugegeben, den untergetauchten Neonazis Dokumente und eine Waffe verschafft zu haben. Der 39-Jährige gilt als wichtiger Zeuge der Anklage, weil er das Trio über längere Zeit kannte und im Ermittlungsverfahren Angaben zur Rolle von Beate Zschäpe innerhalb der Gruppe gemacht hatte. Im Prozess hat G. bislang aber zu den Tatvorwürfen nur eine vorgefertigte Erklärung verlesen.