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Es blitzt selten beim Blitzmarathon: Fahrer beachten Limits

Es blitzt selten beim Blitzmarathon: Fahrer beachten Limits
Es blitzt selten beim Blitzmarathon: Fahrer beachten Limits
Paul Zinken

Tausende Polizisten haben beim Blitzmarathon in Deutschland Raser aus dem Verkehr gezogen. In Nordrhein-Westfalen, Bayern, Hessen und weiteren Bundesländern wollen die Einsatzkräfte bis in den späten Abend hinein verstärkt die Geschwindigkeit von Autos und Lkw kontrollieren.

In Nordrhein-Westfalen sind 2200 Beamte für den Blitzmarathon eingesetzt. An welchen Stellen die Beamten blitzen, wurde im Vorfeld veröffentlicht - nur wann genau, das wird nicht verraten.

«Man muss heute immer und überall mit uns rechnen», sagte ein Sprecher der Polizei Düsseldorf. Das tun die potenziellen Raser auch: Die Autofahrer sind am Donnerstag laut Polizei deutlich langsamer unterwegs. «Die Lage ist wie jedes Jahr sehr ruhig. Die meisten Leute wissen vom Blitzmarathon und wenige fahren zu schnell», sagt Manfred Schröder, Leiter der Verkehrsinspektion der Polizei Essen.

Dieser Trend hat sich bereits in den Vorjahren angedeutet: Von den kontrollierten Fahrzeugen waren beim Blitzmarathon 2015 rund drei Prozent zu schnell. «An anderen Tagen liegt die Quote eher bei fünf bis sechs Prozent», sagte Schröder.

Für die Polizei bedeutet das aber in erster Linie: Am Tag des Blitzmarathons ist es etwas sicherer auf den Straßen. «Ich musste im Polizeidienst bereits viele Todesmeldungen überbringen. Spaß macht das nicht», sagt Schröder. Nach Angaben aus dem NRW-Innenministerium ist jeder dritte Verkehrstote ein Opfer von überhöhter Geschwindigkeit.

Nicht dabei beim Blitzmarathon sind in diesem Jahr Baden-Württemberg, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Mecklenburg-Vorpommern und das Saarland. Im Oktober 2013 fand die in NRW ins Leben gerufene Aktion zum ersten Mal bundesweit statt. International wird in diesem Jahr in 23 europäischen Staaten geblitzt.