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Verdi fordert von Karstadt Garantien

Verdi fordert von Karstadt Garantien
Verdi fordert von Karstadt Garantien
Carsten Rehder

Angesichts fünf weiterer Filialschließungen fordert Verdi von Karstadt eine Standort- und Beschäftigungsgarantie. «Theoretisch wären weitere Häuserschließungen jederzeit möglich.

Aus diesem Grund drängen wir in den Tarifverhandlungen auf eine Standort- und Beschäftigungsgarantie für alle Häuser», sagte Arno Peukes, Verdi-Vertreter im Aufsichtsrat von Karstadt, den Dortmunder «Ruhr Nachrichten». «Das konzeptlose Sparen muss ein Ende haben», unterstrich er. Die Karstadt-Häuser würden Zeit benötigen, um sich mit erfolgversprechenden Konzepten am Markt zu bewähren. Er nannte es einen Fehler, weitere Häuser zu schließen.

«Die Tarifkommission von Karstadt wird heute über das weitere Vorgehen beraten», erläuterte der Verdi-Vertreter das weitere Vorgehen im Gespräch mit der Zeitung. Das schließe alle Fragen mit ein, also auch die Frage nach möglichen Aktionen oder wann es mit den Tarifverhandlungen weitergehen solle. «Die Beschäftigten in den betroffenen Filialen sind wütend und geschockt. Sie müssen einmal mehr die Zeche für falsche Managementkonzepte bezahlen», betonte er. Bereits vor mehreren Wochen hatten Verdi-Vertreter öffentlich darauf hingewiesen, dass in den Tarifverhandlungen als letzte Eskalationsstufe die Frage von Streiks im Raum stehe.

Die angeschlagene Warenhauskette Karstadt macht im Zuge ihrer Sanierung fünf weitere Warenhäuser dicht. Das teilte das Essener Warenhausunternehmen am Dienstag nach einer Sitzung des Aufsichtsrats mit. Betroffen sind die Karstadt-Standorte in Recklinghausen, Bottrop, Dessau, Neumünster und Mönchengladbach-Rheydt. Das Unternehmen begründete die Schließungen unter anderem mit einer seit Jahren negativen Umsatz- und Ergebnisentwicklung der Standorte. Nach Gewerkschaftsangaben sind von den Schließungen 540 Beschäftigte betroffen. Karstadt hat derzeit noch rund 16 000 Beschäftigte.