EU-Minister beraten über Zukunft der Landwirtschaft

EU-Minister beraten über Zukunft der Landwirtschaft
EU-Minister beraten über Zukunft der Landwirtschaft
Sebastian Willnow

Die EU-Agrarminister beraten am Vormittag in Brüssel über die Zukunft der europäischen Agrarpolitik. Im Fokus des Treffens, zu dem auch Bundesagrarministerin Julia Klöckner (CDU) erwartet wird, steht dabei voraussichtlich die Rolle des Umweltschutzes.

Die EU-Kommission hatte im vergangenen Jahr vorgeschlagen, die EU-Zahlungen an Landwirte zu reduzieren. Pro Jahr fließen derzeit rund 58 Milliarden Euro aus EU-Töpfen in die Landwirtschaft. Zudem sollen die EU-Staaten mehr Freiheiten bei der Frage bekommen, wie sie etwa Natur- und Klimaschutzziele erreichen wollen. Die Staaten sollen dazu nationale Pläne erstellen, die von der EU-Kommission genehmigt werden müssten.

Derzeit geht ein Großteil des Geldes als Direktzahlung an die Bauern. Ein kleinerer Teil ist außerdem für die Entwicklung des ländlichen Raums abrufbar. Die Direktzahlungen richten sich in erster Linie nach der Größe der bewirtschafteten Fläche. 30 Prozent dieser Direktzahlungen sind zudem an umweltverträglicheres Wirtschaften geknüpft.

Die Reform der EU-Agrarpolitik ist vor allem in der Frage der Fördergelder an die Verhandlungen über den EU-Finanzrahmen geknüpft. Dabei verhandeln die EU-Staaten und das Europaparlament über die gesamten Ausgaben von 2021 bis 2027. Die Gespräche könnten sich noch bis ins kommende Jahr ziehen.