EU-Parlament stimmt seine Haltung zur Zeitumstellung ab

Zeitumstellung
Seit 1996 werden in der EU im März und im Oktober die Uhren umgestellt. Foto: Friso Gentsch

– Auf dem Weg zum Ende der Zeitumstellung in Mitteleuropa steht eine weitere Etappe an. Heute stimmt das EU-Parlament in Straßburg über seine Position zu dem hitzig diskutierten Thema ab.

Der zuständige Verkehrsausschuss hatte sich bereits für ein Ende des halbjährlichen Drehens an der Uhr vom Jahr 2021 an ausgesprochen. Ein «Koordinierungsmechanismus» solle einen Zeit-Flickenteppich in Europa vermeiden.

Bei der Parlamentsentscheidung handelt es sich um einen Zwischenschritt. Die EU-Verkehrsminister haben sich noch nicht auf eine gemeinsame Linie verständigt. Erst danach kann die Suche nach einem EU-weiten Kompromiss beginnen. Mit einer Einigung wird erst ab dem Herbst gerechnet.

Am kommenden Wochenende beginnt wieder die Sommerzeit. Seit 1996 werden in der Europäischen Union am letzten Sonntag im März sowie am letzten Sonntag im Oktober die Uhren jeweils eine Stunde umgestellt. In Deutschland gibt es die Sommerzeit schon seit 1980. Ziel waren ursprünglich Energieeinsparungen. Doch der wirtschaftliche Nutzen ist heute umstritten.

Außerdem gibt es Hinweise darauf, dass die Zeitumstellung manchen Menschen gesundheitliche Probleme bereitet. Die EU-Kommission hatte im vergangenen Sommer vorgeschlagen, das Drehen an der Uhr schon 2019 zu beenden, scheiterte jedoch unter anderem am Widerstand der Mitgliedstaaten.