LAGARDE-NACHFOLGE

Europäer einigen sich auf fünf Kandidaten für IWF-Spitze

Die Europäer haben sich auf fünf mögliche Kandidaten über die Nachfolge von Christine Lagarde an der Spitze des Internationalen Währungsfonds (IWF) geeinigt.
dpa
Jeroen Dijsselbloem
Der ehemalige niederländische Finanzminister Jeroen Dijsselbloem ist einer der fünf Kandidaten für die Spitze des IWF. Foto: Olivier Hoslet
Paris.

In der engeren Auswahl sind etwa der Niederländer Jeroen Dijsselbloem, früherer Euro-Gruppenchef sowie der Finne und ehemalige EU-Kommissar Olli Rehn, wie das französische Finanzministerium mitteilte.

Zu den fünf Kandidaten zählen außerdem die spanische Wirtschaftsministerin Nadia Calvino, der Portugiese und Vorsitzende der Euro-Gruppe Mario Centeno und die ehemalige Vize-Präsidentin der EU-Kommission, Kristalina Georgiewa aus Bulgarien.

Frankreich koordiniert die Kandidatenauswahl seitens der Europäer. Ihr Ziel ist es, einen gemeinsamen Kandidaten zu präsentieren, der weitreichende Erfahrungen auf dem Gebiet der internationalen Finanzbeziehungen hat, hieß es weiter aus dem französischen Finanzministerium.

Der französische Finanzminister Bruno Le Maire hatte in der vergangenen Woche mit den verantwortlichen Ressortchefs beraten – darunter auch mit dem deutschen Vize-Kanzler und Finanzminister Olaf Scholz (SPD). In einer zweiten Beratungsrunde fordert Le Maire die europäischen Finanzminister nun auf, ihren Favoriten unter den fünf möglichen Kandidaten zu benennen.

Die Europäer wollen bis Monatsende einen gemeinsamen Anwärter für die Nachfolge bestimmen, wie sie auf dem Finanzministertreffen der sieben führenden westlichen Wirtschaftsmächte (G7) bei Paris vor einer Woche angekündigt hatten. Die aktuelle IWF-Chefin Lagarde soll an die Spitze der Europäischen Zentralbank (EZB) wechseln. Der Name Dijsselbloem kursierte bereits. Die IWF-Führung ist traditionell in europäischer Hand.

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