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Fallende Ölpreise reißen den Dax mit

Fallende Ölpreise reißen den Dax mit
Fallende Ölpreise reißen den Dax mit
Fredrik Von Erichsen

Weiter fallende Ölpreise haben den deutschen Aktienmarkt am Mittwoch mit nach unten gezogen. Der Dax knüpfte an seine Vortagesverluste an und gab am Vormittag um 1,52 Prozent auf 9274,05 Punkte nach.

Der MDax der mittelgroßen Werte büßte 1,28 Prozent auf 18 812,76 Punkte ein und der Technologiewerte-Index TecDax gab um 1,01 Prozent auf 1603,17 Punkte nach. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 fiel um mehr als 1 Prozent.

Analyst Christian Schmidt von der Landesbank Helaba verwies in seinem Morgenkommentar auf die weiterhin hohe Korrelation des Aktienmarktes mit den Ölpreisen. Deren zwischenzeitliche Erholung hatte zuletzt auch dem Dax Rückenwind verliehen: Das Börsenbarometer war zum Wochenauftakt fast bis auf 9600 Punkte geklettert und hatte sich damit binnen anderthalb Wochen um knapp 900 Punkte erholt.

Mittlerweile habe die Hoffnung auf eine Begrenzung der hohen Öl-Fördermenge aber einen Dämpfer bekommen, erklärten Händler die fallenden Preise. So will sich das wichtige Förderland Iran offenbar nicht an einer von Russland und Saudi-Arabien angestrebten Begrenzung beteiligen.

Auf der Unternehmensseite richteten sich die Blick auf die laufende Berichtssaison. Die Aktien des Medizinkonzerns Fresenius verteuerten sich als unangefochtener Spitzenreiter im Dax um mehr als 2 Prozent. Das Unternehmen schloss das Jahr 2015 mit einem kräftigen Gewinnzuwachs ab.

Die Dialyse-Sparte Fresenius Medical Care (FMC) schrammte dagegen wegen Problemen in den USA im abgelaufenen Jahr an einer Gewinnsteigerung vorbei. Der FMC-Kurs fiel um knapp 2 Prozent.

Die Aktien von Hugo Boss setzten ihre Talfahrt als Schlusslicht im MDax mit einem Minus von 6 Prozent fort. Ein überraschend angekündigter, deutlicher Rückgang des operativen Ergebnisses im Jahr 2016 hatte den Anlegern bereits am Dienstag aufs Gemüt geschlagen: Die Papiere hatten rund ein Fünftel ihres Wertes eingebüßt.

Salzgitter-Papiere fielen um rund 5 Prozent, nachdem die Analysten der Privatbank Berenberg ihre Kaufempfehlung kassiert hatten.