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Fans von David Bowie trauern in Berlin

Fans von David Bowie trauern in Berlin
Fans von David Bowie trauern in Berlin
Kay Nietfeld

Fünf Tage nach dem Tod von David Bowie wollen Fans in Berlin an diesem Freitag (12.00 Uhr) mit einer Trauerfeier an die Musiklegende erinnern.

Die legendären Hansa-Tonstudios öffnen dafür den Meistersaal in der Nähe des Potsdamer Platzes. Bowie hatte in den Studios in den 70er Jahren unter anderem seine Platte «Heroes» aufgenommen.

«Wir sind alle immer noch schockiert und unfassbar traurig über den Tod von David Bowie nach seinem vergeblichen Kampf gegen den Krebs», heißt es in der Ankündigung. Bowie war am Sonntag im Alter von 69 Jahren gestorben. Seine Erkrankung hatte viele Menschen überrascht.

Bowies Familie bereitet derweil eine private Trauerfeier vor. Dabei solle an den «geliebten Ehemann, Vater und Freund» erinnert werden, hieß es in einem Eintrag auf Bowies Facebook-Seite. Über den Ort oder Zeitpunkt einer Beerdigung äußerte sich die Familie nicht.

Zugleich bat sie darum, ihre Privatsphäre zu respektieren. Alle Konzerte und Ehrungen seien willkommen; man wolle aber keine von der Familie organisierten oder unterstützten öffentlichen Gedenkfeiern.

Bowie wurde mit Hits wie «Space Oddity», «Life On Mars», «Heroes» und «Let's Dance» zum Weltstar. Der britische Musiker starb war zwei Tage nach seinem 69. Geburtstag und nach 18-monatigem Kampf gegen eine Krebserkrankung. Am 8. Januar - also genau vor einer Woche - hatten Fans im Berliner Meistersaal noch die Veröffentlichung von Bowies neuer Platte «Blackstar» gefeiert.

In den USA steuert das neue Album auf einen Verkaufsrekord zu. Nach Angaben des «Billboard»-Magazins könnte die Platte zum ersten Nummer-eins-Album des Musikers in Amerika werden. Bereits am Mittwoch hatte GfK Entertainment mitgeteilt, dass «Blackstar» auch in Deutschland an diesem Freitag sehr wahrscheinlich auf Platz eins der Offiziellen Deutschen Charts landen werde.

In Berlin legten Fans in den vergangenen Tagen Blumen und Kerzen vor seinem früheren Wohnhaus im Stadtteil Schöneberg nieder. Eine Online-Petition forderte zudem, eine Straße nach Bowie zu benennen.