CORONA-KRISE IN DEN USA

Fed weitet Notprogramm aus – 2,3 Billionen Dollar Hilfspaket

Die Corona-Pandemie trifft die US-Wirtschaft mit voller Wucht – Ökonomen warnen vor einer langen und tiefen Rezession. Die Notenbank Fed stemmt sich mit aller Macht gegen einen Konjunkturabsturz.
dpa
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Mit billionenschweren Krisenhilfen versucht die US-Notenbank, die heimische Wirtschaft zu stützen. Foto: picture alliance / dpa
Washington.

Die US-Notenbank Fed will die US-Wirtschaft angesichts der Corona-Pandemie mit billionenschweren Krisenhilfen stützen.

Die Fed kündigte am Donnerstag in Washington an, über verschiedene Kreditprogramme insgesamt bis zu 2,3 Billionen Dollar (2,1 Billionen Euro) in die Wirtschaft zu pumpen. „Die Rolle der Fed ist es, soviel Entlastung und Stabilität zu bieten wie wir können”, erklärte Notenbankchef Jerome Powell in einem Statement.

Mit den Maßnahmen sollen unter anderem kleinere und mittlere Unternehmen sowie die Kommunen und Städte gestützt werden. Konkret geht es um Notkredite im Rahmen des sogenannten Main Street Lending Program, das Teil eines im März vom US-Kongress beschlossenen Konjunkturprogramms ist. Bei Anlegern kamen die Krisenhilfen der Notenbank gut an – die US-Aktienmärkte reagierten mit deutlichen Kursgewinnen, der Leitindex Dow Jones eröffnete 300 Punkte im Plus.

Zu den nun von der Fed vorgestellten Maßnahmen gehört etwa der Ankauf kurzlaufender Kommunalanleihen durch die Notenbank. Der Kaufbetrag kommt den Kommunen und Städten zugute. Dieses Programm hat einen Umfang von bis zu einer halben Billion Dollar. Darüber hinaus legt die Fed ein Kreditprogramm für kleine und mittelständische Unternehmen mit einem Volumen von bis zu 600 Milliarden Dollar auf. Daneben werden mehrere bestehende Kreditprogramme aufgestockt.

Die Fed hatte bereits mit drastischen Zinssenkungen und anderen Maßnahmen auf die Corona-Pandemie reagiert. Am Mittwoch erst signalisierte die US-Notenbank Fed eine länger andauernde Nullzinspolitik. Der Leitzins bleibe solange bei null Prozent, bis die Wirtschaft die Krise überwunden habe, hieß es im Protokoll der außerordentlichen Zinssitzung vom 15. März. Der Wirtschaftsausblick sei mit einem „extrem großen Ausmaß” an Unsicherheit verbunden.

Die Zinssitzung wurde wegen der Corona-Krise vorgezogen. Die Fed hatte damals ihren Leitzins um 1,0 Prozentpunkt auf eine Spanne von 0 bis 0,25 Prozent gesenkt. Zudem wurde ein umfangreiches Wertpapierprogramm aufgelegt. Bereits Anfang März hatte die Fed die Zinsen auf einer außerplanmäßigen Sitzung um 0,50 Prozentpunkte gesenkt.

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