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FIFA-Exekutive für Veröffentlichung des Garcia-Berichts

FIFA-Exekutive für Veröffentlichung des Garcia-Berichts
FIFA-Exekutive für Veröffentlichung des Garcia-Berichts
Walter Bieri

Der viel diskutierte Garcia-Report zur Vergabe der Fußball-Weltmeisterschaften 2018 und 2022 soll nun doch veröffentlicht werden. Diesen Beschluss fasste laut Medienberichten die Exekutive des Weltverbandes FIFA auf ihrer Tagung in Marrakesch.

Man habe sich darauf geeinigt, alle Details der Untersuchungen von FIFA-Chefermittler Michael Garcia nach Abschluss der noch laufenden Untersuchungen publik zu machen, schrieb die BBC. Katar, dem WM-Gastgeber von 2022, soll ein Ultimatum zur Verbesserung der Menschenrechtssituation in dem Golf-Emirat gestellt werden, erfuhr «Die Welt» aus Kreisen der Exekutive.

Laut BBC habe sich das FIFA-Führungsgremium «einstimmig» für die Veröffentlichung ausgesprochen. Diesen Schritt hatte der frühere DFB-Präsident Theo Zwanziger als Mitglied der Exekutive beantragt.

Der Garcia-Report hatte sich zum Eigentor der FIFA entwickelt, nachdem der deutsche Richter Hans-Joachim Eckert als Vorsitzender der rechtsprechenden Kammer nach Durchsicht der Akten «keine gravierenden Verstöße» bei den WM-Vergaben festgestellt hatte.

Neben Franz Beckenbauer sollen sich die Ermittlungen der Ethikkommission auch gegen den möglichen Herausforderer von FIFA-Chef Joseph Blatter, Harold Mayne-Nicholls, sowie Spaniens Verbandschef Ángel María Villar Llona, FIFA-Chefmediziner Michel D'Hooghe aus Belgien und den Thailänder Worawi Makudi richten. Die drei Letztgenannten sind Mitglieder des FIFA-Exekutivkomitees.