Bundestrainer
Hansi Flick und die Nationalmannschaft haben 2022 ein ordentliches Programm. Foto: Christian Charisius/dpa Christian Charisius
Nationalmannschaft

Flick im Homeoffice: „Noch lange nicht zufrieden”

Auch schwere Gegner können Losglück sein. Hansi Flick freut sich über die WM-Prüfsteine Italien, England und Ungarn in der Nations League. Der Bundestrainer tüftelt an seinen Katar-Plänen.
dpa
Frankfurt (Main)

Nach dem Hammerlos mit England, Italien und Ungarn als Nations-League-Kontrahenten geht Hansi Flick am letzten Bundesliga-Spieltag des Jahres ins Homeoffice. Corona lässt auch dem Bundestrainer keine andere Wahl.

„Ich wollte eigentlich zwei Spiele noch besuchen, einmal Hoffenheim gegen Gladbach und dann Freiburg gegen Leverkusen”, sagte Flick zu seinen finalen Plänen 2021. „Aber wir haben uns jetzt entschieden, aufgrund der Situation in Baden-Württemberg, dass wir nicht ins Stadion gehen, weil es auch nicht erlaubt ist. Deswegen haben wir darauf verzichtet und werden uns das zuhause angucken.”

Noch vor dem Fest will Flick ein paar Analysen seiner Beobachtungen vornehmen. Dann ist auch für den Bundestrainer erstmal Weihnachtspause, eine kurze Zeit zum Verschnaufen. Doch die Gedanken des 56-Jährigen kreisen natürlich längst um die WM 2022 und seit Donnerstagabend auch speziell um den Weg nach Katar. Die Auslosung der Nations League bescherte für die vier Länderspiele im Juni und die zwei im September in dem UEFA-Wettbewerb genau die schweren Turnier-Prüfsteine, die der Fußball-Nationalmannschaft in der Qualifikation bei sieben Siegen unter Flick erspart geblieben waren.

EM-Revanche gegen England

„Wir sind noch lange nicht zufrieden, was wir auf dem Platz auch sehen. Wenn man sich die Gruppe im Sommer anguckt in der Nations League, finde ich schon, dass mit England, Italien, aber auch Ungarn, Mannschaften da sind, die Topniveau haben. Da müssen wir den nächsten Schritt machen”, forderte der Bundestrainer. Richtung Katar wolle er bei der EM-Revanche gegen England und dem Kräftemessen gegen Europameister Italien die gleiche Leistung sehen, die „wir gegen Gegner hatten, die nicht zu den Top-Teams zählen”, betonte Flick.

Mit ganz frischen Eindrücken ist der Trainer-Hoffnungsträger gerade aus Katar zurückgekehrt und von den logistischen Bedingungen im WM-Gastgeberland beeindruckt. „Was die Infrastruktur betrifft, was die Plätze betrifft, das Drumherum ist richtig gut, das ist top. Topplätze, alle auf hohem Niveau. Das ist eine Sache, auf die man sich freuen kann”, sagte Flick.

Bei der Suche nach einem WM-Hotel ist man offenbar beim Deutschen Fußball-Bund auch schon weiter. „Die Eindrücke sind da, aber entschieden ist noch nichts”, erklärte Flick. Mit DFB-Direktor Oliver Bierhoff sei er in der Quartierfrage auf einem „gemeinsamen Nenner”.

© dpa-infocom, dpa:211216-99-414104/3

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