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Flugausfall: Streit um Entschädigung vor dem BGH

Flugausfall: Streit um Entschädigung vor dem BGH
Flugausfall: Streit um Entschädigung vor dem BGH
Uli Deck

Wird ein Flug kurzfristig gestrichen, steht den Reisenden in vielen Fällen eine Entschädigung von der Airline zu – es kommt aber immer auf den Grund der Annullierung an.

Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe klärt heute 9.00 Uhr, wie die Lage ist, wenn der Grund Warnstreiks an den Passagierkontrollen sind. Die Fluggesellschaft muss nicht zahlen, wenn sie Opfer „außergewöhnlicher Umstände” geworden ist und nachweisen kann, dass sie alles Zumutbare unternommen hat, um die Beeinträchtigungen zu vermeiden.

In dem Fall streitet ein Ehepaar mit dem britischen Billigflieger Easyjet um eine Ausgleichszahlung. Die beiden wollten am 9. Februar 2015 auf die Kanaren-Insel Lanzarote fliegen. An dem Tag streikte das Sicherheitspersonal am Hamburger Flughafen. Die Verbindung wurde deswegen gestrichen, der Flieger hob leer ab. Ob die Richter heute schon ein Urteil verkünden, ist offen. (Az. X ZR 111/17)