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Flugbegleiter weiten Streik aus

Das Kabinenpersonal der Lufthansa hat am Samstag seinen Streik erheblich ausgeweitet. Lufthansa strich nach eigenen Angaben rund 520 Flüge auf der Kurz- und Mittelstrecke.

An den Lufthansa-Umbuchungsschaltern in Frankfurt bildeten sich lange Schlangen von Reisenden, deren Flüge zu deutschen oder europäischen Zielen annulliert waren. Die meisten waren über den Streik informiert und hofften, mit einer anderen Fluggesellschaft oder per Bahn an ihr Ziel zu kommen.

Auch im Transit des Frankfurter Flughafens herrschte Gedränge an den Transfer-Schaltern. Der Check-In für Überseeflüge lief reibungslos.

In der Abflughalle waren Mitarbeiter des Flughafen-Betreibers Fraport unterwegs, um Passagiere zu informieren. Auch viele Mitglieder der Flugbegleiter-Gewerkschaft Ufo beantworteten Fragen. Ufo-Chef Nicoley Baublies äußerte Verständnis für die Enttäuschung vieler Reisender.

Wegen des Streiks der Flugbegleiter bei der Lufthansa hatten rund 1600 Passagiere unfreiwillig die Nacht zu Samstag in Frankfurt verbracht. Die Lufthansa hatte für sie Hotelzimmer gebucht.

Tag zwei des bisher längsten Streiks bei der Lufthansa bringt den Passagieren noch mehr Ungemach: Von den Arbeitsniederlegungen am Samstag von 6.00 Uhr bis 23.00 Uhr am Drehkreuz Frankfurt und in Düsseldorf sind nach laut Fluggesellschaft rund 58 000 Passagiere betroffen.

Zum Auftakt des Streiks hatte die Lufthansa am Freitag 290 Flüge absagen müssen, darunter 15 Überseeverbindungen. Betroffen waren rund 37 500 Passagiere. Der Ausstand der Gewerkschaft Ufo soll bis Freitag kommender Woche (13. November) fortgesetzt werden, mit einer Pause am Sonntag.