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Dax auf Richtungssuche

Die Anleger am deutschen Aktienmarkt haben sich am Montag angesichts der wieder in den Fokus gerückten Griechenland-Krise zurückgehalten.

Nach der kräftigen Erholung am Ende der Vorwoche fehlten dem Dax die Impulse für weitere Kursgewinne. Der deutsche Leitindex fiel um 0,22 Prozent auf 11 684,42 Punkte.

Der Index der mittelgroßen Werte MDax trat mit einem Minus von 0,04 Prozent auf 20 597,14 Punkte nahezu auf der Stelle, während es für den TecDax um 0,38 Prozent auf 1668,76 Punkte nach oben ging. Der EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone gab um etwa ein halbes Prozent nach.

In der vergangenen Woche hatte der Dax dank robuster Arbeitsmarktdaten aus den USA einen zwischenzeitlichen Kursrutsch vergessen gemacht und am Ende mehr als 2 Prozent zugelegt. Belastet hatte vorübergehend vor allem ein sehr schwacher Anleihemarkt.

Zum Wochenauftakt richten sich die Blicke der Anleger nun vor allem auf Griechenland und das Treffen der Euro-Finanzminister in Brüssel. Dabei geht es vor allem um das griechische Reformpaket.

Zwar rechneten die Investoren nicht mit großen Fortschritten im Schuldenstreit, sagte Analyst Markus Huber vom Wertpapierhändler Peregrine & Black. Doch sei ihnen auch klar, dass die Zeit für Griechenland ablaufe und früher oder später eine Einigung notwendig sei, um eine Pleite des Landes zu verhindern.

Unangefochtener Spitzenreiter im Dax waren die Aktien der Lufthansa. Sie verteuerten sich nach einer Kaufempfehlung der US-Investmentbank Merrill Lynch um mehr als 3 Prozent. Autowerte gaben hingegen nach ihren kräftigen Gewinnen vom Freitag nach.

Die Aktien von Airbus knickten zum Wochenauftakt im MDax um gut 2 Prozent ein, nachdem ein militärisches Transportflugzeug vom Typ Airbus A400M in Spanien abgestürzt war.

Talanx-Aktien stiegen um 0,58 Prozent. Das Unternehmen trotzte den Folgen des Orkans «Niklas» und hohen Brandschäden in der Industrie im ersten Quartal und übertraf die Erwartungen von Experten.

Für die Papiere des Anlagenbauers Gea Group ging es nach einem optimistischeren Geschäftsausblick um 2,43 Prozent nach oben. An der Spitze des MDax erholten sich die Papiere von Wincor Nixdorf  mit einem Plus von rund 5 Prozent nach ihrer jüngsten Talfahrt.

Im TecDax rückten die Anteilsscheine von QSC um knapp 3 Prozent vor. Der Netzbetreiber und IT-Anbieter steckte zwar auch zu Jahresbeginn weiter in den roten Zahlen. Commerzbank-Analystin Heike Pauls macht aber eine Trendverbesserung aus.

Am deutschen Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 0,46 Prozent am Freitag auf 0,48 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,04 Prozent auf 138,70 Punkte. Der Bund-Future büßte 0,22 Prozent auf 154,24 Punkte ein. Der Kurs des Euro gab nach. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1142 (Freitag: 1,1221) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8975 (0,8912) Euro.