Unsere Themenseiten

Dax fällt weiter zurück

Dax fällt weiter zurück
Dax fällt weiter zurück
Fredrik Von Erichsen

Bei einer Flut von Quartalsberichten hat der Dax seinen jüngsten Schlingerkurs am Donnerstag fortgesetzt.

Belastet durch den Dividendenabschlag beim Indexschwergewicht Allianz verlor der deutsche Leitindex im frühen Handel 0,65 Prozent auf 11 276,25 Punkte. Die angesichts enttäuschender Geschäftszahlen schwache Siemens-Aktie zog den Index ebenfalls runter.

Der Index der mittelgroßen Werte MDax verlor 1,13 Prozent auf 19 785,14 Punkte und der TecDax der Technologiewerte  büßte 0,38 Prozent auf 1585,46 Punkte ein. Der EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone verlor rund 1 Prozent.

Die Erholung des Euro, die exportorientierte Firmen belastet, sowie die Quartalsberichte der Unternehmen bleiben aktuell die wichtigsten Einflussfaktoren. Nicht nur politisch interessierte Anleger werfen zudem einen Blick auf die Unterhauswahl in Großbritannien, die knapp ausfallen dürfte. Amtsinhaber David Cameron hat für den Fall einer Wiederwahl ein Referendum über den Verbleib Großbritanniens in der Europäischen Union angekündigt.

Siemens-Aktien sanken um gut 2 Prozent. Der Elektrokonzern streicht bei seinem radikalen Konzernumbau und wegen Problemen mit schwächelnden Geschäftsfeldern weltweit insgesamt 13 100 Arbeitsplätze, davon 5100 in Deutschland. Im zweiten Geschäftsquartal verdreifachte sich zwar der Überschuss - das lag aber vor allem daran, dass der Konzern Teile seines Tafelsilbers verkaufte.

Besser erging es den Anlegern von Beiersdorf und HeidelCement, die sich über Kursgewinne von mehr als 3 Prozent freuen konnten. Der Konsumgüterkonzern profitierte zum Jahresstart vom schwachen Euro und der Nachfrage nach Pflegeprodukten seiner Kernmarke Nivea. Dem Baustoffkonzern verhalf eine weiterhin gute Nachfrage in den USA und Großbritannien zu überzeugenden Ergebnissen.

Im MDax rutschten Metro-Papiere um mehr als 5 Prozent ab. Großaktionär Haniel hat seine Abhängigkeit von dem Düsseldorfer Handelsriesen weiter verringert. Die Beteiligung wurde um 16,25 Millionen Aktien auf rund 25 Prozent gesenkt.

Die Fraport-Aktie kletterte dagegen um fast 5 Prozent auf das höchste Niveau seit Sommer 2011. Der Frankfurter Flughafenbetreiber hat den Streiks der Lufthansa-Piloten im ersten Quartal getrotzt. Dank gestiegener Passagierzahlen und konsumfreudigerer Kunden in den Geschäften am Flughafen legten Umsatz und Gewinn deutlich zu.