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Dax schleppt sich voran

Dem Dax gelingt zur Wochenmitte keine klare Erholung von seinem Kursrutsch einen Tag zuvor.

Die anhaltend gute Unternehmensstimmung im Euroraum bot zwar Unterstützung, die gesunkene Produktivität von US-Unternehmen und ein enttäuschender Stellenaufbau in der US-Privatwirtschaft kosteten jedoch am Nachmittag wieder Punkte.

Zuletzt lag der deutsche Leitindex noch mit 0,28 Prozent im Plus bei 11 358,95 Punkten. Nach minus zweieinhalb Prozent am Dienstag pendelte der Dax nun zwischen einen Aufschlag von einem und einem weiteren Verlust von einem halben Prozent. Er konnte sich damit kaum von seinem tiefsten Niveau seit Anfang März lösen.

Der Index der mittelgroßen Werte MDax trat am Mittwoch bei 20 137,35 Punkten nahezu auf der Stelle. Der TecDax für Technologiewerte kletterte derweil um 0,34 Prozent auf 1601,53 Punkte. Der EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone legte gut ein halbes Prozent zu.

Auch der Euro wurde mit seiner anhaltenden Erholung gegenüber dem US-Dollar nach den US-Wirtschaftsdaten wieder zur Belastung. Im Fokus steht daneben die Berichtssaison mit den Geschäftszahlen zahlreicher Unternehmen.

Spitzenreiter im Dax waren am Mittwoch die Papiere der Allianz mit gut 2,5 Prozent Zuwachs. Europas größter Versicherer ist trotz Sturm «Niklas» und Germanwings-Absturz mit einem überraschenden Gewinnplus ins Jahr gestartet. Im ersten Quartal wuchs das operative Ergebnis im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um fast 5 Prozent. Unter dem Strich ging der Überschuss sogar um 11 Prozent nach oben. Damit schnitt das Unternehmen deutlich besser ab als von Analysten erwartet.

BMW-Aktien profitierten indes nur anfänglich vom Quartalsbericht und der Prognoseerhöhung für den Umsatz im Kerngeschäft. Zuletzt lagen sie zusammen mit den VW-Aktien am Dax-Ende. Die Wolfsburger hatten am Tag nach der Hauptversammlung ihre Dividende ausgeschüttet.

Kuka-Aktien gewannen im MDax gut 2 Prozent. Der Roboter- und Anlagenbauer ist zum Jahresauftakt dank eines Zukaufs und hoher Nachfrage im Stammgeschäft mit Autoherstellern stark gewachsen.

Der Onlinehändler Windeln.de stolperte derweil an die Börse: Bereits der erste Kurs auf Xetra lag mit 18 Euro unter dem Ausgabepreis von 18,50 Euro. Anschließend ging es weiter nach unten, zuletzt bis auf 16,50 Euro. Windeln.de vertreibt Artikel für Babys und Kleinkinder.

Am deutschen Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 0,34 auf 0,42 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,31 Prozent auf 139,02 Punkte. Für den Bund-Future ging es um 0,37 Prozent nach unten auf 154,34 Punkte. Der Euro erholte sich: Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1230 (Dienstag: 1,1117) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8905 (0,8995) Euro.