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Dax verringert Verlust

Der Dax hat am Nachmittag wegen des wieder nachgebenden Euro sein Minus etwas eingedämmt. Vor dem langen Pfingstwochenende notierte der deutsche Leitindex am Nachmittag 0,27 Prozent tiefer bei 11 832,49 Punkten.

Der MDax der mittelgroßen Werte sank um 0,04 Prozent auf 20 960,97 Punkte. Der TecDax der Technologietitel verlor 0,45 Prozent auf 1728,79 Punkte. Der EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone büßte 0,19 Prozent ein.

Die Stimmung in deutschen Unternehmen hat sich im Mai erstmals seit einem halben Jahr eingetrübt, allerdings nur leicht. Das Ifo-Geschäftsklima fiel zum Vormonat um 0,1 Punkte auf 108,5 Punkte. «Trotz des leichten Rückgangs kann der Ifo-Geschäftsklimaindex als positiv bewertet werden», kommentierte Volkswirt Thomas Gitzel von der VP Bank in Vaduz. «Die aktuelle Lage wird sogar besser als im Vormonat eingeschätzt.»

In den USA lag die jährliche Teuerungsrate im April bei minus 0,2 Prozent, nach minus 0,1 Prozent im März. Dies ist der niedrigste Wert seit Oktober 2009, als die Wirtschaftskrise das Land lähmte. Bankvolkswirte hatten mit der jüngsten Entwicklung gerechnet.

Der Euro, der im Tagesverlauf auf mehr als 1,12 US-Dollar geklettert war, gab nach der Veröffentlichung der Inflationsdaten nach. Zuletzt lag er unter 1,11 US-Dollar. Je schwächer der Euro, desto besser für die Exportwirtschaft in der Eurozone - denn die Waren werden für Kunden im Ausland billiger.

Auf Unternehmensseite zogen die Aktien von RWE das Anlegerinteresse auf sich. Nach einem «Handelsblatt»-Bericht verteuerten sie sich zuletzt um 0,80 Prozent und waren damit Spitzenreiter im Dax. Der Zeitung zufolge steigen die Chancen, dass die von der Bundesregierung angekündigte Klimaabgabe nun doch nicht kommt.

Salzgitter-Aktien gehörten mit plus 0,49 Prozent wieder zu den Favoriten im MDax. Ein Händler begründete den intakten Aufwärtstrend mit der Konjunkturfantasie: «Salzgitter ist ein zyklischer Wert. Mit der Aktie setzen offenbar viele Anleger auf eine wirtschaftliche Erholung in Europa.»

Im TecDax waren die Aktien des Netzbetreibers und IT-Dienstleisters QSC mit einem Gewinn von 6,57 Prozent ganz oben zu finden. Börsianer verwiesen zur Begründung auf Übernahmespekulationen sowie auf eine Kurszielerhöhung durch die Analysten der Deutschen Bank. Laut einem Börsenbrief verdichten sich die Anzeichen, dass United Internet im Zuge der umfangreichen Konsolidierung des deutschen Telekommarktes bei QSC zugreifen könnte.

Am deutschen Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 0,51 Prozent am Vortag auf 0,48 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg hingegen um 0,52 Prozent auf 139,13 Punkte. Der Bund-Future stieg um 0,31 Prozent auf 153,95 Punkte. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs für den Euro auf 1,1164 (Donnerstag: 1,1133) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8957 (0,8982) Euro.