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Krise vorbei: Frankfurt rettet sich mit 3:1

Krise vorbei: Frankfurt rettet sich mit 3:1
Krise vorbei: Frankfurt rettet sich mit 3:1
Frank Rumpenhorst

Eintracht Frankfurt hat seine Negativserie in der Fußball-Bundesliga beendet und 1899 Hoffenheim den Weg in die Europa League dadurch so gut wie verbaut.

Nach sechs Spielen ohne Sieg gewann die Eintracht mit 3:1 (3:0) gegen die TSG und machte den zwischenzeitlich wieder etwas in Frage gestellten Klassenerhalt auch rechnerisch perfekt. Vor 50 600 Zuschauern trafen Bastian Oczipka (18. Minute), Haris Seferovic (27.) und Timothy Chandler (34.) für die stark ersatzgeschwächten aber hochmotivierten Frankfurter. Kevin Volland (51.) gelang nach der Pause nur noch der Anschlusstreffer. Dieser Sieg dürfte auch wieder etwas Dampf aus den Diskussionen um den umstrittenen SGE-Trainer Thomas Schaaf nehmen.

Für die Hoffenheimer war der Nachmittag dagegen eine einzige Enttäuschung. «Für uns gibt es nur noch eines: Mit Vollgas alles versuchen, um diese Hürde, die wir noch nicht überwinden konnten, zu überspringen», hatte Sportchef Alexander Rosen noch vor dem Spiel gesagt. Doch die von ihm gemeinte Qualifikation für die Europa League, die erste in der Geschichte des Vereins, ist jetzt in weiter Ferne. Vor allem dank einer dilettantischen Abwehrleistung fiel die TSG auf Platz neun der Tabelle zurück. Die Mannschaft begann forsch und offensiv, unterband die Frankfurter Angriffe aber nie konsequent.

Schon direkt vor dem 1:0 hatte die Eintracht eine dicke Chance, als Marc Stendera dem einschussbereiten Makoto Hasebe den Ball quasi vom Fuß nahm. Stendera wurde daraufhin gefoult, Oczipka verwandelte den fälligen Freistoß unter gütiger Mithilfe des Hoffenheimer Torwarts Oliver Baumann. Beim zweiten Treffer ließ Seferovic einfach Ermin Bicakcic stehen, beim 3:0 hinderte niemand Chandler am Kopfball. Die Gastgeber nutzten ihre Chancen konsequent. Die TSG dagegen spielte für einen Europapokal-Anwärter viel zu sorglos und lax.

Dabei waren die Hoffenheimer mitten in eine große Frankfurter Unruhe hinein in die Commerzbank Arena gereist. Medienberichten zufolge ist das Verhältnis zwischen Schaaf und seinen Spieler arg belastet. Am Spieltag legte die «Bild»-Zeitung noch einmal nach und schrieb, dass der Trainer mittlerweile auch im Aufsichtsrat sehr kritisch gesehen wird. Die fast schon obligatorischen Verletzungssorgen der Eintracht gingen im Vergleich dazu beinahe unter. Allein in dieser Woche verletzten sich Sonny Kittel und Bamba Anderson schwer am Knie und werden dem Verein rund ein halbes Jahr lang fehlen. Kurzfristig mussten am Samstag auch Alexander Madlung und Nelson Valdez angeschlagen passen. Wie zur Krönung dieser Entwicklung wurde dann noch Slobodan Medojevic nach 35 Minuten verletzt ausgewechselt.

Hoffenheims Trainer Markus Gisdol tauschte zur Pause aus eigenem Antrieb gleich drei Spieler aus und durfte sich nach Vollands Freistoßtor noch einmal Hoffnung machen. Doch seine Mannschaft schaffte es nicht, aus ihrem permanenten Druck auf das Frankfurter Tor auch klare Chancen zu generieren. Ein überhasteter Schuss von Roberto Firmino aus guter Position (63.) brachte die ganze Harmlosigkeit der TSG zum Ausdruck, während die Eintracht durch Takashi Inui (86.) und Seferovic (90.) noch beste Möglichkeiten vergab. Besonders bitter war der Tag für den Ex-Frankfurter Pirmin Schwegler: Seine erstmalige Rückkehr endete mit einer Niederlage.