Unsere Themenseiten

Schwache Quartalszahlen aus den USA belasten den Dax

Schwache Geschäftszahlen amerikanischer Technologiekonzerne haben am Mittwoch am deutschen Aktienmarkt für weitere Verluste gesorgt.

Im frühen Handel sank der Dax um 0,39 Prozent auf 11 559,18 Punkte. Seit seinem Tief Anfang Juli steht aber immer noch ein Plus von mehr als 8 Prozent zu Buche.

Auch die anderen Indizes gaben am Morgen nach: Für den MDax der mittelgroßen Werte ging es um 0,22 Prozent auf 20 881,74 Punkte nach unten und der Technologiewerte-Index TecDax verlor 0,94 Prozent auf 1797,18 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 büßte 0,34 Prozent ein.

Nach dem jüngsten 1100-Punkte-Aufschwung im Dax machten Anleger nun Kasse, schrieb Chartexperte Franz-Georg Wenner vom Börsenstatistik-Magazin Index-Radar. Alles andere wäre auch eine Überraschung gewesen. Noch sei nicht damit zu rechnen, dass die Korrektur zu drastisch ausfällt. Im Gegenteil: Sie könnte eine gute Einstiegsgelegenheit darstellen.

Den Anlass für die Gewinnmitnahmen lieferten enttäuschende Nachrichten mehrerer Technologieunternehmen aus den USA: Nachdem schon am Montagabend "Big Blue" IBM die Erwartungen verfehlt hatte, lösten auch die nachbörslich vorgelegten Ergebnisse sowie die Prognose des iPhone-Herstellers Apple Verkäufe aus. Zudem hatte die Übernahme des Handy-Geschäfts von Nokia den Softwarekonzern Microsoft tief in die roten Zahlen gerissen.

Die schlechten Nachrichten aus den USA schlugen hierzulande vor allem den Anlegern von Infineon und Dialog Semiconductor auf den Magen. Weil der Chiphersteller Dialog als Zulieferer von Apple gilt, sackten dessen Aktien als schwächster Wert im TecDax um mehr als 7 Prozent ab.

Am Dax-Ende litten die Anteilsscheine des Halbleiterherstellers Infineon auch unter dem schwachen Ausblick des US-Wettbewerbers Linear Technology. Infineon-Papiere büßten über 4 Prozent ein.