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Free-Jazz-Pionier Ronald Shannon Jackson gestorben

Der Jazzmusiker Ronald Shannon Jackson ist tot. Der Texaner starb bereits am Samstag in seinem Haus in Fort Worth, wie sein Management bestätigte.

Der Schlagzeuger gehörte lange zu den innovativsten Köpfen der Free-Jazz-Szene und trat auch oft in Deutschland auf, unter anderem als Teil der Last Exit-Superband. Jackson wurde 73 Jahre alt.

Jackson war das Kind einer Musikerfamilie. Zudem war sein Vater in seiner Kindheit der einzige Schwarze in Fort Worth, der einen Plattenladen hatte. Dank eines Musikstipendiums konnte Jackson nach New York gehen, wo er später mit Jazzlegenden wie Herbie Hancock und Joe Henderson zusammenspielte.

Seine Musik wurde immer freier und bekam mehr und mehr Einflüsse aus anderen Musikrichtungen, gerade auch dem Rock. Letztlich gehörte er zu den Begründern des Jazzpunks. Jackson nahm etwa 20 Platten auf, unter anderem «Last Exit: Köln» mit dem deutschen Saxofonisten Peter Brötzmann.