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Frühere Atommanager fünf Jahre nach Fukushima angeklagt

Frühere Atommanager fünf Jahre nach Fukushima angeklagt
Frühere Atommanager fünf Jahre nach Fukushima angeklagt
Franck Robichon

Fünf Jahre nach der Atomkatastrophe in Fukushima sind drei frühere Top-Manager des Betreiberkonzerns Tepco angeklagt worden. Dies berichteten japanische Medien.

Dem früheren Tepco-Chef und den zwei früheren Vizepräsidenten wird vorgeworfen, es unterlassen zu haben, das Atomkraftwerk gegen eine Katastrophe durch Tsunamis zu schützen. Am 11. März 2011 war es in Folge eines Erdbebens und Tsunamis zu Kernschmelzen im Atomkraftwerk Fukushima Daiichi gekommen.

Der Betreiber des Unglücksmeilers in Fukushima hatte kürzlich eingestanden, damals zu spät über die Kernschmelze informiert zu haben. Basierend auf der Strahlung um die Reaktoren wusste Tepco von der Schwere der Schäden schon wenige Tage nach dem Unfall.

Doch Tepco verwendete den Begriff Kernschmelze erst ab Mitte Mai 2011. Wie es in den Reaktorkammern genau aussieht, weiß auch fünf Jahre danach noch niemand.

Im Westen Japans ist ein Atomreaktor am Montag nach Problemen mit einem Generator automatisch heruntergefahren worden. Der Betreiberkonzern Kansai Electric Power untersuche den Vorfall im Atomkraftwerk Takahama in der westlichen Provinz Fukui, berichtete die Nachrichtenagentur Jiji Press. Der dortige Reaktor Nummer 4 war erst am Freitag wieder eingeschaltet worden. Als Konsequenz aus der Atomkatastrophe in Fukushima hatten zwischenzeitlich zwei Jahre lang alle 48 kommerziellen Reaktoren in Japan stillgestanden.