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Gabriel: Robuste Wirtschaft hilft bei Flüchtlingskrise

Gabriel: Robuste Wirtschaft hilft bei Flüchtlingskrise
Gabriel: Robuste Wirtschaft hilft bei Flüchtlingskrise
Rainer Jensen

Die weiter stabile Konjunktur und Beschäftigung in Deutschland ermöglicht nach Aussage von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) die Bewältigung der Flüchtlingskrise.

Die «gute und robuste Prognose» sei auch eine gute Voraussetzung dafür, die Integration von Flüchtlingen zu schaffen. «Dabei hilft uns die gute wirtschaftliche Entwicklung, und dabei wird es auch bleiben», sagte Gabriel nach der Vorlage der aktuellen Herbstprognose der Bundesregierung in Berlin.

Die zusätzlichen Milliarden-Beträge für Schulen, Kitas und Bildung wirkten wie ein kleines Konjunkturprogramm. «Aber das wird eher im nächsten Jahr eine Rolle spielen», sagte Gabriel. Dies koste zwar Geld. Viel teurer werde es aber, wenn man keine Kinder habe. «Die Investition jetzt in die Kinder der Flüchtlingsfamilien, das ist eine Investition, die dem Land viel Geld sparen wird.» 

Erwartete Steuerausfälle für den Staat in Folge des VW-Abgasskandals seien bereits berücksichtigt. Auf die Wirtschaftsprognose habe die Entwicklung bei Volkswagen keinen nachhaltigen Einfluss, betonte der Wirtschaftsminister.

Für das laufende Jahr korrigierte die Bundesregierung das Wachstumsplus leicht von 1,8 auf 1,7 Prozent. Sie ist damit etwas vorsichtiger als die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute und reagiert auf die Konjunkturabkühlung in wichtigen Schwellenländern. Für das nächste Jahr bleibt es unverändert bei einem Zuwachs von 1,8 Prozent. «Die gute Nachricht ist: Der Arbeitsmarkt und die Beschäftigungslage bleiben weiterhin außerordentlich stark», sagte der SPD-Chef mit Blick auf den erwarteten Rekord bei der Erwerbstätigenzahl.