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Gabriel sagte Irak-Reise ab

Gabriel sagte Irak-Reise ab
Gabriel sagte Irak-Reise ab
Michael Kappeler

Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) hat vor zwei Wochen eine Irak-Reise abgesagt, weil die Zentralregierung in Bagdad einen Besuch im Kurdengebiet blockiert hat.

Der „Spiegel” berichtet in seiner aktuelle Ausgabe, dass selbst eine Intervention von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bei Regierungschef Haider al-Abadi den Abstecher Gabriels in den Nordirak nicht ermöglichen konnte. Auf eine Reise nur nach Bagdad verzichtete Gabriel.

Die Kurden hatten im September in einem Referendum mit großer Mehrheit für die Unabhängigkeit vom Irak gestimmt. Daraufhin isolierte die Zentralregierung die Region und rückte in Gebiete vor, die zuvor unter Kontrolle der Kurden waren.

Gabriel wollte sich bei der Reise ein Bild von der Lage machen und dafür sowohl Bagdad als auch die Kurden-Hauptstadt Erbil besuchen. Die Zentralregierung signalisierte ihm vor der Reise laut „Spiegel” aber, dass der Besuch unerwünscht sei. Das Auswärtige Amt wollte den Bericht am Donnerstag nicht kommentieren. Auch von der irakischen Regierung war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.