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Gericht widerspricht Darstellung Edathys

Das Landgericht Verden hat der Darstellung von Sebastian Edathy widersprochen, der zuständige Richter habe die Einstellung des Verfahrens gegen den früheren SPD-Abgeordneten gegen Zahlung einer Geldauflage angeboten.

Der Antrag stamme von Edathys Verteidigern, sagte Gerichtssprecherin Katharina Krützfeldt der Deutschen Presse-Agentur.

Das Gericht habe den Antrag an die Staatsanwaltschaft Hannover weitergegeben. Wenn die Antwort vorliege, werde die Kammer darüber entscheiden, sagte Krützfeldt. Das könne mehrere Tage dauern.

Gegen Edathy läuft ein Strafverfahren wegen des Besitzes von kinderpornografischem Material. Nach bisherigem Stand soll er sich ab Februar wegen des Herunterladens von Bildern und Filmen nackter Kinder eines russischen Anbieters vor Gericht verantworten.

Edathy hatte zuvor vor dem Untersuchungsausschuss des Bundestages in Berlin erklärt, die Staatsanwaltschaft könne sich durchaus vorstellen, dass gegen ihn laufende Verfahren gegen Zahlung einer Geldauflage einzustellen. Die Idee stamme vom zuständigen Richter. «Das Landgericht Verden hat den Vorschlag gemacht, das Verfahren gegen eine überschaubare Geldauflage einzustellen», sagte er.