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Gladbach fürchtet gegen Villarreal keinen Einbruch

Gladbach fürchtet gegen Villarreal keinen Einbruch
Gladbach fürchtet gegen Villarreal keinen Einbruch
Federico Gambarini

Nach zwei Niederlagen in der Bundesliga will bei Borussia Mönchengladbach von einem Leistungsknick zur kalten Jahreszeit wie in der letzten Saison niemand etwas wissen.

«Ich fürchte einen solchen Einbruch überhaupt nicht. Wir wissen, wo wir uns einordnen müssen», sagte Torhüter Yann Sommer vor dem Auftritt in der Europa League beim FC Villarreal. Gewarnt sind er und seine Teamkollegen aber: Zwischen Dezember 2013 und März diesen Jahres blieben sie in neun Pflichtspielen ohne Sieg.

Doch bei der Ankunft in Valencia bei Temperaturen um die 20 Grad war die Serie von einst kein Thema. Die ganze Konzentration galt stattdessen der nächsten Aufgabe. «Wir sind nach 18 Spielen ohne Niederlage nicht abgehoben und werden jetzt nach zwei Niederlagen nicht den Kopf in den Sand stecken», meinte Mittelfeldspieler Havard Nordtveit.

Die Ausgangslage beim Tabellenachten der Primera Division ist für das Team von Trainer Lucien Favre nicht schlecht. Mit acht Punkten führt Borussia die Tabelle vor den Spaniern (7), dem FC Zürich (4) und Apollon Limassol (3) an. Mit einem Erfolg ist der Gruppensieg perfekt, und die Gladbacher treten in der ersten K.o.-Runde im Februar zunächst auswärts an. Sollte Zürich im anderen Gruppenspiel gegen Limassol nicht gewinnen, reicht Borussia auch ein Remis zum Weiterkommen.

«Das wäre extrem wichtig, da wir uns dann bis zur Winterpause voll und ganz auf die Bundesliga konzentrieren können. Dafür werden wir alles geben, auch wenn uns keine leichte Aufgabe erwartet», sagte Mittelfeldspieler Granit Xhaka. In allen anderen Fällen kommt es erst am letzten Spieltag, am 11. Dezember im Heimspiel gegen Zürich zur Entscheidung.

Zum Einzug in die nächste Runde ist allerdings eine erhebliche Leistungssteigerung nötig. Zumal die angeschlagenen und zuletzt fehlenden Martin Stranzl (Oberschenkel) und Christoph Kramer (Rücken) noch nicht helfen können. Fabian Johnson, der zuletzt wegen muskulärer Probleme passen musste, ist zwar wieder im Training, doch flog er wie Stranzlö und Kramer nicht mit nach Spanien.

Dafür kann Favre in der Defensiv-Zentrale mit Xhaka planen. Der Schweizer hatte beim 1:3 gegen Eintracht Frankfurt die Gelb-Rote Karte gesehen und muss am Sonntag in Wolfsburg pausieren. Dort geht es im Top-Duell des Bundesliga-Spieltages immerhin um den zweiten Tabellenplatz. «Wenn wir gegen Villarreal eine gute Leistung zeigen, holen wir uns auch Selbstvertrauen für das Spiel in Wolfsburg», meinte Nordtveit.

Im 60 Kilometer nördlich von Valencia gelegenen Villarreal erwartet die Gladbacher im 22 000 Zuschauer fassenden Estadio El Madrigal eine hitzige Atmosphäre und ein heimstarker Gastgeber, der in allen drei bisherigen internationalen Spielen vor eigenem Publikum in dieser Saison jeweils vier Treffer erzielen konnte. Gegen die großen Clubs FC Barcelona, Real Madrid und FC Valencia gab es in der Liga allerdings für Villarreal nichts zu holen.

Im Hinspiel erreichte der Champions-League-Halbfinalist von 2006 ein 1:1 im Borussia-Park, musste aber am vergangenen Spieltag eine überraschende 2:3-Niederlage in Zürich hinnehmen. Für die Gladbacher geht es auch um das Ende einer Negativserie: Der letzte Europapokalsieg bei einem spanischen Club liegt 40 Jahre zurück.

FC Villarreal: Asenjo - Mario Gaspar, Gabriel Paulista, Victor Ruiz, Jaume Costa - Moi Gómez, Pina, Trigueros, Tscheryschew - Uche, Moreno

Bor. Mönchengladbach: Sommer - Korb, Jantschke, Dominguez, Wendt - Nordtveit, Xhaka - Hazard, Traoré - Raffael, Hrgota

Schiedsrichter: Marciniak (Polen)