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Goldpreis weiter auf Talfahrt: Stärkster Preiseinbruch seit 1920

Goldpreis weiter auf Talfahrt: Stärkster Preiseinbruch seit 1920
Wolfgang Hartmann

Der Goldpreis hat seine Talfahrt fortgesetzt und ist am Mittwoch kräftig abgerutscht.

Die Aussicht auf ein Abflauen der Geldschwemme durch die US-Notenbank habe den Preis für eine Feinunze (etwa 31 Gramm) an der Börse in London stark unter Verkaufsdruck gesetzt, hieß es unter Händlern.

Am Morgen rutschte der Goldpreis um 2,07 Prozent oder 26,43 US-Dollar auf 1 250,31 Dollar und erreichte damit den tiefsten Stand seit September 2010.

Laut Daten der Nachrichtenagentur Bloomberg verlor der Goldpreis im laufenden Quartal bereits etwa 22 Prozent und zeigte damit den stärksten Einbruch innerhalb eines Quartals seit 1920.

Auslöser für den aktuellen Kursrutsch sind überraschend starke Konjunkturdaten aus den USA und ein damit einhergehender Anstieg des US-Dollars.

In der größten Volkswirtschaft der Welt setzt der Immobilienmarkt seine Erholung fort. Die US-Verbraucher sind so zuversichtlich wie lange nicht mehr, und auch Unternehmen investieren wieder kräftig.

Die US-Notenbank hatte vergangene Woche angekündigt, bei einer weiterhin guten Konjunkturentwicklung noch im laufenden Jahr mit dem Ausstieg aus dem milliardenschweren Anleihekaufprogramm zu beginnen.

Dies hatte zu massiven Kursbewegungen an den Finanzmärkten geführt und auch den Goldpreis stark belastet.