Känguru
Kängurus sind eigentlich friedvoll. Kelly Barnes/AAP/dpa
Angriff eines Beuteltiers

Golferin in Australien von Känguru attackiert

Von wegen niedlich: Kängurus können ganz schön aggressiv sein. Ein mächtiges Exemplar hat eine Golferin schwer verletzt. Es war nicht der erste Angriff des australischen Nationaltiers.
dpa
Brisbane

Eine Frau ist im australischen Bundesstaat Queensland offenbar beim Golfspielen von einem Känguru attackiert und verletzt worden.

Das Opfer sei „in stabilem Zustand” in ein Krankenhaus gebracht worden, teilten die örtlichen Notdienste auf Twitter mit. Der Angriff des Beuteltiers ereignete sich Medien zufolge in Arundel an der auch bei Touristen beliebten Gold Coast. Die etwa 60 Jahre alte Frau habe Wunden am Kopf sowie an Armen und Beinen davongetragen, berichtete der Sender 9News.

Warum das Känguru auf die Australierin losging, war zunächst unklar. Normalerweise seien die Tiere eher friedvoll, jedoch könnten sie aggressiv werden, wenn sie sich bedroht fühlten, teilte das Umweltministerium von Queensland mit. „Obwohl das Risiko, dass dies passiert, sehr gering ist, müssen wir in der Nähe der Tiere dennoch vorsichtig sein”, hieß es.

Laut 9News war dies bereits der dritte Känguru-Angriff in Down Under seit Mitte März. Eine Jugendliche war damals im Bundesstaat Victoria auf ihrem Moped unterwegs, als ein Känguru plötzlich aus dem Wald sprang und sie von dem Zweirad stieß. Die 14-Jährige lag mit vielen Verletzungen zehn Tage im Krankenhaus. Ebenfalls im März war ein Kind in New South Wales auf dem heimischen Grundstück von einem Känguru attackiert worden. Die Dreijährige wurde mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus geflogen.

Das Känguru ist Australiens Nationaltier. Es gibt vier Arten der hüpfenden Beuteltiere: Das Rote Riesenkänguru, das Östliche Graue Riesenkänguru, das Westliche Graue Riesenkänguru und das Antilopenkänguru. Im tropischen Queensland ist das Östliche Graue Riesenkänguru am verbreitetsten.

© dpa-infocom, dpa:220429-99-89481/2

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