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Greenpeace: Dobrindt ist auf Opel hereingefallen

Greenpeace: Dobrindt ist auf Opel hereingefallen
Greenpeace: Dobrindt ist auf Opel hereingefallen
Alexander Heinl

Die von Verkehrsminister Alexander Dobdrindt (CSU) angeordneten Abgas-Nachuntersuchungen haben aus Sicht von Greenpeace ihren Zweck verfehlt.

«Sechs Monate braucht der Minister für seinen Bericht zum Abgasskandal», sagte der Verkehrsexperte der Umweltschutzorganisation, Tobias Austrup, am Donnerstag. Ein paar Wochen später müsse er zugeben, dass er auf Opel reingefallen sei. Der Minister flüchte sich nun in juristische Spitzfindigkeiten und demontiere sich damit selbst.

Am Vortag hatte Dobdrindt erneute Nachuntersuchungen der Opel-Modelle Zafira und Astra angekündigt. Die Deutsche Umwelthilfe hatte nach eigenen Angaben ermittelt, dass diese Modelle die Abgas-Reinigung in unerlaubtem Maße herunterregeln. Dobridt hatte eingeräumt, dass es bei der Rechtlichen Bewertung der Abschalteinrichtungen Unterschiede gebe und Zweifel geäußert, ob Opel regelkonform gehandelt habe.

Zafira und Astra gehörten zu den Diesel-Modellen, die das Kraftfahrbundesamt bereits einer Nachprüfung unterzogen hatte. «Im Abgas-Skandal geht es nicht um Rechtsauffassungen, sondern um Menschenleben», sagte Austrup der Deutschen Presse-Agentur.