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Griechische Regierung muss liquide Mittel zusammenkratzen

Griechische Regierung muss liquide Mittel zusammenkratzen
Griechische Regierung muss liquide Mittel zusammenkratzen
Alexandros Vlachos

Fast ein Jahr nach der Beinahepleite Griechenlands leeren sich die öffentlichen Kassen wieder zusehends.

Die Regierung unter Alexis Tsipras kratzt in ihrer Not – wie schon im vergangenen Jahr um diese Zeit - die letzten Mittel zusammen, um Staatsbediensteten und Beamten Löhne und Gehälter zahlen zu können.

Vergangene Woche mussten die staatlichen Krankenhäuser ihre nicht dringend benötigten Geldreserven an die Zentralbank überweisen. Am Montag sollten dies auch die staatliche Krankenkasse (EOPYY) und die Arbeitsagentur (OAED) tun. Ihre Vorstände sollten am Montagabend formell die Überweisung genehmigen. Dies erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Kreisen des Finanzministeriums.

Bereits Ende Mai 2015 hatte die Regierung Tsipras gesetzlich staatliche Betriebe und öffentliche Institutionen gezwungen, Geldreserven an die Zentralbank zu überweisen. Betroffen waren damals mehr als 1000 Einrichtungen.

Finanzexperten gingen am Montag davon aus, dass Athen «mit Ach und Krach» bis Juni finanziell über die Runden kommen könnte. Der wichtigste Brocken kommt allerdings danach: Zum 13. Juli muss Griechenland knapp 450 Millionen Euro an den IWF zahlen. Zum 20. Juli müssen gut 2,3 Milliarden Euro an die Europäische Zentralbank (EZB) überwiesen werden. Diese Gelder hat Athen bislang nicht.