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Grüne wollen Negativtrend drehen

Grüne wollen Negativtrend drehen
Grüne wollen Negativtrend drehen
David Ebener

Die Grünen wollen mit unverändertem Kurs, aber verstärktem Einsatz ihren jüngsten Negativtrend im Bundestagswahlkampf drehen.

«Wir haben die Umfragewerte gesehen, wir nehmen sie zur Kenntnis», sagte Spitzenkandidatin Katrin Göring-Eckardt auf einem kleinen Parteitag am Samstag in Bamberg. «Wir legen noch einmal eine kräftige Schippe drauf. Es lohnt sich zu kämpfen.»

Die Grünen sind in jüngsten Umfragen - sowohl im ARD-«Deutschlandtrend» als auch im ZDF-«Politbarometer» - auf 10 Prozent gefallen, den schlechtesten Werte in dieser Legislaturperiode.

«Wir drehen auf, und wir drehen das», sagte Göring-Eckardt. Zentrales Thema sei die Energiewende, die die Bundesregierung schlecht manage: «Statt den schwarz-gelben Laienschauspielern weiter zuzusehen, müssen jetzt die Profis ran.» Die Grünen seien auch keine Verbotspartei - es gebe aber Verbote, die sie gern einführen wollten, etwa das von Sportwaffen in Privathaushalten. Bundesgeschäftsführerin Steffi Lemke meinte, rund 60 Prozent der Wähler seien unentschieden.

Die bayerische Spitzenkandidatin Margarete Bause sagte: «Der schwarz-gelben Aufgeblasenheit kann und muss man die Luft rauslassen.» In Bayern wird am 15. September ein neuer Landtag gewählt, in Hessen am 22. September zusammen mit der Bundestagswahl. Der hessische Spitzenkandidat Tarek Al-Wazir meinte: «Wenn einer keine Erfolge vorzuweisen hat, dann endet das unweigerlich mit der Abwahl.»