Hannes Jaenicke kritisiert deutschen „Auto-Fetisch”

Hannes Jaenicke kritisiert deutschen „Auto-Fetisch”
Hannes Jaenicke kritisiert deutschen „Auto-Fetisch”
Tobias Hase

Der Schauspieler und Umweltaktivist Hannes Jaenicke (58) kritisiert einen „Auto-Fetisch” in Deutschland. „Wir behandeln unsere Autos besser als unsere Kinder”, sagte er im Podcast „Fragen wir doch!” des Senders 105'5 Spreeradio.

„Manchmal denke ich, die Deutschen müssten ihre Kinder in die Garage sperren, damit die Autos endlich in Ruhe spielen dürfen.” Er habe kein Verständnis für die Auto-Leidenschaft der Deutschen. „Dieser Auto-Fetisch macht uns unlocker. In Holland fahren die meisten Fahrrad – auch mit vier Kindern.”

Er schwärmt insgesamt von den Niederlanden. „Das ist eine uralte Liebesgeschichte. Ich war als Zweijähriger das erste Mal dort, weil meine Großmutter jeden Sommer eine kleine Ferienwohnung in Domburg gemietet hat.”

Die liberale niederländische Drogenpolitik findet er „beneidenswert”. Er sei für eine Legalisierung von Marihuana ab der Volljährigkeit wie beim Alkohol. „Das würde der Polizei die Zeit geben, sich um wichtigere Dinge zu kümmern.”

Jaenicke spielt ab 22. November die Hauptrolle im neuen ARD-„Amsterdam-Krimi”.