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Hendricks will vorerst keine Einweg-Zwangsabgabe

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) will zur Stützung des in die Krise geratenen Mehrweg-Systems vorerst keine Sonderabgaben auf Wegwerfflaschen einführen.

«Für eine zusätzliche Lenkungsabgabe auf Einweg sehen wir derzeit keinen Bedarf», sagte ein Sprecher. Das Umweltbundesamt (UBA), das das Ministerium mit Handlungsempfehlungen und Expertisen berät, hatte zuvor eine solche Abgabe von von 0,25 Cent neben dem Einweg-Pfand ins Spiel gebracht. «Eine Zusatzabgabe für Einweg zur Stützung des Mehrwegs schließen wir nicht aus», hatte UBA-Präsidentin Maria Krautzberger der Deutschen Presse-Agentur gesagt.

Eine solche Abgabe würde die Einwegflaschen teurer machen und nicht wie das Pfand zurückerstattet werden. Grund der Debatte ist auch eine Entscheidung von Coca-Cola: Der Konzern will für 0,5- und 1,5-Liter-Flaschen verstärkt auf Einwegverpackungen setzen, die aber in der Regel auch recycelt und so wiedergenutzt werden. Der Mehrweg-Anteil bei den pfandpflichtigen Getränken lag zuletzt laut UBA nur noch bei 45,7 Prozent. Vor allem Discounter bieten in der Regel nur Einweg-Plastikflaschen in ihrem Sortiment an.