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Henkel steht zu Russland-Engagement

Trotz der anhaltenden Russland-Krise hält der Konsumgüterhersteller Henkel an seinem Engagement in der Region fest. Henkel werde sowohl in Russland, als auch in der Ukraine bleiben.

Das sagte Vorstandschef Kasper Rorsted bei der Hauptversammlung des Markenartiklers in Düsseldorf. «Ein Rückzug würde unserem Selbstverständnis als weltweit aktiver und verlässlicher Geschäftspartner widersprechen.»

Russland ist der viertgrößte Markt des Düsseldorfer Konzerns. Die Ukraine zählte in der Vergangenheit zu den wichtigsten Wachstumsmärkten des Unternehmens. Der Konzern beschäftigt in Russland fast 3000, in der Ukraine 1000 Mitarbeiter. «Wir glauben an die Zukunft beider Länder», sagte der Henkel-Chef.

Es sei bereits die vierte Krise, die Henkel in Russland durchstehen müsse. Doch habe die Erfahrung gezeigt, dass es sich lohne durchzuhalten, sagte Rorsted. Nach seinen Worten werden die Folgen der Russland-Krise in diesem Jahr allerdings deutliche Spuren in der Bilanz des Konsumgüterherstellers hinterlassen. Henkel rechne mit einer Ergebnisbelastung in Höhe von etwa 100 Millionen Euro.

Auch auf den Devisenmärkten erwartet der Konzern vorläufig keine Entspannung. Henkel rechne mit einer weiteren Aufwertung des US-Dollar gegenüber dem Euro, sagte Rorsted. Der russische Rubel werde voraussichtlich unter Druck bleiben.

Trotz dieser Herausforderungen erwartet der Konzern für das laufende Jahr ein organisches - also um Währungsschwankungen, sowie Zu- und Verkäufe bereinigtes -  Umsatzwachstum von 3 bis 5 Prozent. Das bereinigte Ergebnis je Vorzugsaktie soll um etwa 10 Prozent zulegen.