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Heute Nacht verfinstert sich der Mond

Am späten Dienstagabend gibt es ein seltenes Himmelsschauspiel zu sehen: eine partielle Mondfinsternis. Doch im Nordosten könnten Wolken den Spaß verderben.
dpa
Vollmond hinter Wolken
Der Mond ist im Mittel rund 380 000 Kilometer von der Erde entfernt. Sein Durchmesser beträgt etwa 3470 Kilometer – gut ein Viertel der Erde. Foto: Karl-Josef Hildenbrand
Offenbach.

Schaulustige können in der kommenden Nacht über Deutschland wieder eine partielle Mondfinsternis beobachten. Zwischen 22.00 Uhr am Dienstag und 1.00 Uhr liegen Teile des Erdtrabanten im Kernschatten der Erde und der Mond wird rostrot am Himmel schimmern. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes werden vor allem im Süden Deutschlands Schaulustige das kosmische Spektakel beobachten können. Im Norden müsse man schon Glück haben, dass die Wolkendecke einmal aufreiße und einen Blick auf den Mond zulässt.

Wer das Ereignis unter fachkundiger Anleitung und mit Hilfe des großen Teleskops beobachten will, kann sich am Dienstagabend an der Rempliner Sternwarte einfinden. Der Turm werde dann ab 21.30 Uhr bis gegen 1.30 Uhr geöffnet sein, kündigt Dietmar Fürst vom Sternwarten-Förderverein an.

Auch im Naturpark Nossentiner/Schwinzer Heide, einer der dunkelsten Regionen von Deutschland, kann man dieses Naturschauspiel unter kundiger Führung beobachten. Sternenkenner Andy Beggerow gibt neben interessanten Fakten zum Mond auch viele Informationen über den Sternenhimmel. Ein weiterer Höhepunkt an diesem Abend sind nachtaktive Tiere: Die Besucher haben die Möglichkeit, Fledermausspezialisten bei ihrer Arbeit über die Schulter zu schauen und Fledermäuse auch einmal ganz aus der Nähe zu beobachten.

Mondfinsternis nur bei Vollmond

Eine Mondfinsternis kann es nur bei Vollmond geben. Mond, Erde und Sonne stehen dann auf einer Linie. Die von der Sonne angestrahlte Erde wirft nach Angaben der Vereinigung der Sternenfreunde im hessischen Heppenheim wie ein Sonnenschirm einen Schatten in den Weltraum. Wenn der Mond dann durch diesen Schatten läuft, sehe man eine Mondfinsternis. Stehe der Trabant im vollen Umfang in diesem Schatten, spricht man von einer totalen Finsternis. Das ist in der kommenden aber nicht der Fall. Der Mond werde zu rund 65 Prozent in den Kernschatten eintauchen.

Den Sternenfreunden zufolge wird der Mond gegen 20.40 Uhr zunächst in den Halbschatten und gegen 22.00 Uhr dann in den Kernschatten eintauchen. Das Maximum der Finsternis wird demnach gegen 23.30 Uhr erreicht sein. Am Mittwochmorgen um 1.00 Uhr verlässt dann der Mond den Kernschatten wieder, um 2.20 Uhr ist das Spektakel endgültig vorbei.

Der Mond ist im Mittel rund 380.000 Kilometer von der Erde entfernt. Sein Durchmesser beträgt etwa 3470 Kilometer – gut ein Viertel der Erde.

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