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«Hexensabbat» und Wahl bremsen Dax

Der Dax hat am Freitag seiner jüngsten Rekordjagd Tribut gezollt. Auch die Zurückhaltung der Anleger am großen Verfallstag an den Terminbörsen («Hexensabbat») sowie vor der Bundestagswahl bremste den deutschen Leitindex.

Nach einem schwachen Start und zwischenzeitlichen Gewinnen notierte der Dax wieder 0,09 Prozent tiefer bei 8687 Punkten. Der am Donnerstag ebenfalls rekordhohe MDax verharrte prozentual unverändert bei 15 059 Punkten und der TecDax sank um 0,48 Prozent auf 1069 Punkte. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 0,23 Prozent bergab.

Auf Unternehmensseite bewegten vor allem negative Nachrichten. Die Aktien von Adidas büßten 3,44 Prozent ein, nachdem der Sportartikelhersteller erneut seine Jahresziele gesenkt hatte. Ein Börsianer sprach in einer ersten Einschätzung von einem Vertrauensverlust. Beim Versorger RWE sorgte die Dividendenhalbierung für Kursverluste von 4,26 Prozent und den letzten Platz im Dax.

Diese Maßnahme sei eine «klare Enttäuschung», sagte ein Händler. Auch die Aktien des Rivalen Eon mussten mit minus 0,63 Prozent etwas Federn lassen. Das Kursplus von 1,43 Prozent bei der Deutschen Börse war vor allem einer neuen Kaufempfehlung geschuldet.

Am deutschen Rentenmarkt stieg die durchschnittliche Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 1,52 Prozent am Vortag auf 1,54 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,05 Prozent Prozent auf 132,97 Punkte. Der Bund-Future verlor 0,13 Prozent auf 138,312 Punkte. Der Kurs des Euro fiel. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3514 (Donnerstag: 1,3545) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7400 (0,7383) Euro.