Unsere Themenseiten

Hoffnung auf niedrige US-Zinsen bringt Dax weitere Rekordstände

Die Hoffnung auf anhaltend niedrige US-Zinsen hat dem Dax am Dienstag weitere Rekordstände eingebracht. Der lange träge deutsche Leitindex zog nach Aussagen der US-Notenbank Fed bis auf 11 228,37 Punkte an.

Zum Schluss behauptete er ein Plus von 0,67 Prozent auf 11 205,74 Punkte, was den fünften Gewinntag in Folge bedeutete. Die Einigung im griechischen Schuldendrama gab dem Börsenbarometer keine Impulse.

Fed-Präsidentin Janet Yellen bekräftigte vor dem Bankenausschuss des US-Senats, sie werde auf die erste Zinsanhebung seit Beginn der Finanz- und Wirtschaftskrise vorab aufmerksam machen: mit der Streichung des Worts «Geduld» aus ihrer Erklärung zur Zinssitzung. Zum Zeitpunkt äußerte sich Yellen nicht.

Derzeit versichert die Fed, sie könne bei der absehbaren Zinsstraffung «geduldig» vorgehen. Nach den Worten Yellens bedeutet das, dass zumindest in den beiden kommenden Notenbanksitzungen noch keine Zinsanhebung zu erwarten ist.

«Der Markt ist erleichtert, dass die Fed-Chefin nicht aggressiver eine mögliche Zinserhöhung verfolgt», kommentierte Händler Markus Huber vom Londoner Broker Peregrine & Black die positive Dax-Reaktion. Für Andreas Lipkow vom Vermögensverwalter Kliegel & Hafner treibt die nun beseitigte Unsicherheit über eine Zinswende schon vor dem Herbst den Dax an: «Diese Frage ist nun geklärt.»

Die anderen deutschen Aktienindizes entwickelten sich verhaltener: Der MDax der mittelgroßen Unternehmen, der schon zum Handelsstart ein Rekordhoch erreicht hatte, schloss 0,12 Prozent schwächer bei 19 827,32 Punkten, während der Technologiewerte-Index TecDax ein Plus von 0,04 Prozent auf 1570,23 Punkte schaffte.