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Ifo-Index zieht Dax nach unten

Ifo-Index zieht Dax nach unten
Ifo-Index zieht Dax nach unten
Fredrik Von Erichsen

Die Kurse am deutschen Aktienmarkt sind etwas weiter abgebröckelt. Börsianern zufolge trüben die fallenden Ölpreise und enttäuschende Konjunkturdaten die Laune. «Die Anleger sind am Aktienmarkt verhältnismäßig zurückhaltend.

Trotz des Wochenplus in vielen Aktienindizes kühlt sich die Stimmung etwas ab», analysierten die Experten Manfred Hübner und Patrick Hussy von Sentix.

Der Dax stand vor dem Börsenstart in New York mit mit 0,99 Prozent im Minus bei 10 271,17 Punkten. Der deutsche Leitindex setzte damit seine schwache Tendenz von Ende vergangener Woche fort. Seit Beginn der aktuellen Erholungsbewegung am 8. April bleibt ein sattes Plus von fast 8 Prozent.

Der MDax verlor am Montagnachmittag 0,26 Prozent auf 20 328,68 Punkte. Der Technologiewerte-Index TecDax hielt dagegen ein Plus von 0,03 Prozent auf 1645,67 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 stand mit 1,07 Prozent im Minus.

Wichtige Daten kamen von der Konjunkturseite: Die Stimmung der deutschen Unternehmen hat sich im April überraschend eingetrübt. Das Ifo-Geschäftsklima war zum Vormonat leicht um 0,1 Punkte auf 106,6 Zähler gefallen. «Das deutsche Unternehmerlager zeigt sich noch immer verunsichert», schrieb Chefvolkswirt Thomas Gitzel von der VP Bank. Der Stachel der Finanzmarktturbulenzen zu Jahresbeginn sitze noch tief.

Darüber hinaus waren die Ölpreise schwächer in die Handelswoche gestartet. Die Aussicht auf ein höheres Angebot auf dem Weltmarkt habe die Preise belastet, hieß es aus dem Handel. Börsianer schauen derzeit mit Argusaugen auf die Entwicklung der Ölnotierungen. Sie werden als Konjunkturindikator gesehen. Zudem schüren fallende Ölpreise Sorgen um die Staatshaushalte der Förderländer und auch um die Finanzlage der Förderfirmen.

Derweil kommt die Berichtssaison auch in Deutschland weiter auf Touren: So hatte die Bayer-Tochter Covestro dank niedrigerer Rohstoffkosten und einer robusten Nachfrage ihre Profitabilität im ersten Quartal kräftig gesteigert. Die Aktien sprang am Morgen auf ein Rekordhoch, dann begannen Anleger aber Kasse zu machen.

Am Rentenmarkt verharrte die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere bei 0,11 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,07 Prozent auf 142,06 Punkte. Der Bund-Future verlor 0,10 Prozent auf 162,43 Punkte. Der Euro trat auf der Stelle. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1264 (Freitag: 1,1263) US-Dollar. Der Dollar kostete damit 0,8878 (0,8879) Euro.