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Ifo-Institut kritisiert Reformstau in Griechenland

Ifo-Institut kritisiert Reformstau in Griechenland
Ifo-Institut kritisiert Reformstau in Griechenland
Simela Pantzartzi

Das Ifo-Institut hat Griechenland vorgeworfen, vereinbarte Reformen zu verschleppen. Die Privatisierungsziele seien nicht eingehalten und ein von den europäischen Institutionen überwachter Privatisierungsfonds bis heute nicht eingerichtet worden.

«Die Auflagen des dritten Hilfspakets für Griechenland sind in den letzten sieben Monaten nur halbherzig angepackt worden, doch das neue Geld wird verbraucht», sagte Niklas Potrafke, Leiter des Ifo-Zentrums für öffentliche Finanzen und politische Ökonomie, am Montag in München.

Die Griechenland-Krise beschäftigt auch die globale Finanzpolitik weiter. Zwar steht das Thema bei der Frühjahrstagung des Internationalen Währungsfonds (IWF) in dieser Woche nicht offiziell auf der Tagesordnung. Der Streit der Euroländer mit dem IWF über einen zusätzlichen Schuldenschnitt für Athen dürfte am Rande des Treffens in Washington aber zur Sprache kommen.

Aktuell prüfen Experten von IWF, EU-Kommission, Europäischer Zentralbank (EZB) und Euro-Rettungsfonds ESM, ob Athen die Reform- und Sparauflagen erfüllt. Nur wenn dies der Fall ist, sollen weitere Milliarden-Hilfsgelder freigegeben und Gespräche über mögliche zusätzliche Schulden-Erleichterungen begonnen werden.