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IG Metall fordert «verhandlungsfähiges Angebot»

Die IG Metall im Südwesten fordert ein «verhandlungsfähiges Arbeitgeberangebot» für die Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie. Anderenfalls würden die Warnstreiks ausgeweitet.

Dies erklärte IG-Metall-Bezirksleiter Roman Zitzelsberger zu Beginn der dritten Verhandlungsrunde in Sindelfingen.

Die Metall-Arbeitgeber kündigten an, bei Altersteilzeit und Weiterbildung an einigen «Stellschrauben drehen zu wollen». Das bisherige Angebote werde bei den qualitativen Themen verbessert, sagte Südwestmetall-Chef Stefan Wolf. «Dann werden wir in Summe ein sehr, sehr gutes Angebot vorgelegt haben, das nicht als Provokation angesehen werden kann.»

Im Bezirk Mitte wurden die Tarifgespräche am Nachmittag ohne Ergebnis und Annäherung unterbrochen. Bezirkschef Armin Schild kündigte eine schärfere Gangart an: «Offensichtlich müssen wir den Druck erhöhen. Deshalb werden wir die Warnstreiks fortsetzen: Jetzt streikt's».

Die Gewerkschaft verlangt für die 3,7 Millionen Beschäftigten der Branche, davon knapp 800 000 aus dem Südwesten, 5,5 Prozent mehr Geld. Die Arbeitgeber bieten ein Gehaltsplus von 2,2 Prozent.

Bundesweit legten am Mittwoch rund 20 000 Beschäftigte aus 90 Betrieben ihre Arbeit kurzzeitig nieder, davon 11 400 im Südwesten. Seit Ablauf der Friedenspflicht Ende Januar demonstrierten insgesamt 530 000 Metaller.