„REALITÄTEN ANERKENNEN”

In der CDU wird über Cannabisfreigabe diskutiert

Der CDU-Innenpolitiker Marian Wendt kann sich eine kontrollierte Freigabe von Cannabis vorstellen. „Man muss die gesellschaftlichen Realitäten anerkennen”, sagte Wendt dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Samstag).
dpa
Cannabis
Cannabis-Pflanzen auf dem Balkon einer Wohnung. Foto: Paul Zinken/dpa
Cannabis-Konsum
Cannabis-Konsumentinnen: Der CDU-Innenpolitiker Marian Wendt kann sich eine kontrollierte Freigabe von Cannabis vorstellen. Foto: Paul Zinken/dpa
Polizeieinsatz
Polizisten kontrollieren in Berlin im Görlitzer Park einen Mann. Die Grünanlage ist Treffpunkt für Drogendealer und Konsumenten. Foto: Paul Zinken/dpa
Hanfplantage
Polizisten untersuchen eine Hanfplantage: Der CDU-Innenpolitiker Marian Wendt hält eine Cannabis-Freigabe für den Eigenbedarf für denkbar. Foto: Polizeidirektion Dresden/dpa
Razzia in Berlin
Drogen-Razzia im Görlitzer Park in Berlin: Vorläufig festgenommene, mutmaßliche Drogenhändler stehen vor einem Polizeiwagen. Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa
Berlin.

„Cannabis könnte für den Eigenbedarf freigegeben werden, natürlich bei kontrolliertem Anbau und kontrollierter Abgabe”, sagte er weiter. „Die freiwerdenden Ressourcen

in Polizei und Justiz sollten genutzt werden, um massiv gegen den illegalen Handel vorzugehen.”

Auch die neue Drogenbeauftragte Daniela Ludwig (CSU) war zuletzt von der strikten Haltung der Unionsparteien gegen Cannabis abgerückt. Dem RND sagte sie: „Es gibt beim Thema Cannabis kein Schwarz oder Weiß, kein Entweder-Oder. Sowohl diejenigen, die weiter für ein hartes Durchgreifen eintreten, als auch die Verfechter einer totalen Freigabe sollten erkennen, dass es nicht um das Recht behalten geht, sondern um eine Antwort auf die Frage: Was hilft am Ende der Gesundheit?”

Ludwig hatte bereits im September in einem Gespräch mit der dpa ein Ende der „Verbotspolitik” und einen „Neuanfang” in der Debatte gefordert.

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