Im August

Inflationsrate in Deutschland steigt auf 3,9 Prozent

Vor allem die steigenden Energiepreise treiben die Inflationsrate hoch. Im August gab es erneut einen Anstieg.
dpa
Energiekosten
Hohe Preise für Energie treiben die Inflation in Deutschland nach oben. Foto: Fabian Sommer/dpa Fabian Sommer
Wiesbaden

Die Inflation in Deutschland kratzt an der Vier-Prozent-Marke. Nach dem kräftigen Preissprung im Juli zog die Teuerungsrate im August 2021 nochmals moderat auf 3,9 Prozent weiter an.

Das teilte das Statistische Bundesamt am Montag anhand vorläufiger Berechnungen mit. Einen höheren Wert für die jährliche Teuerungsrate hatten die Wiesbadener Statistiker zuletzt im Dezember 1993 mit damals 4,3 Prozent ermittelt. Von Juli auf August des laufenden Jahres stagnierten die Preise den Angaben zufolge.

Angeheizt wird die Teuerung seit Monaten von steigenden Energiepreisen. Zudem schlägt die Rücknahme der temporären Mehrwertsteuersenkung nun voll zu. Um den Konsum in der Corona-Krise anzukurbeln, hatte der Bund die Mehrwertsteuer befristet vom 1. Juli 2020 bis zum 31. Dezember 2020 gesenkt. Seit Januar 2021 gelten wieder die regulären Mehrwertsteuersätze, Waren und Dienstleistungen werden also tendenziell wieder teuer.

Volkswirte rechnen damit, dass die Verbraucherpreise in den nächsten Monaten weiter steigen werden. Inflationsraten von an die fünf Prozent in Europas größter Volkswirtschaft gelten als möglich. Eine höhere Inflation schwächt die Kaufkraft von Verbrauchern, weil sie sich für einen Euro dann weniger kaufen können als zuvor. Ökonomen werten den Anstieg der Teuerung in Deutschland aber als vorübergehendes Phänomen.

© dpa-infocom, dpa:210830-99-24405/2

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