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Inter-Trainer: Podolski bei Transfer auf der Bank

Inter-Trainer: Podolski bei Transfer auf der Bank
Inter-Trainer: Podolski bei Transfer auf der Bank
Matteo Bazzi

Inter-Trainer Roberto Mancini will den deutschen Fußball-Nationalstürmer Lukas Podolski im Falle eines abgeschlossenen Wechsels in den Kader für die Partie bei Juventus Turin berufen.

«Er hat noch nicht mit der Mannschaft trainiert. Wenn der Transfer bis dahin perfekt ist, wird er auf der Bank sitzen», sagte Mancini vor der Partie gegen den Serie-A-Tabellenführer. Podolski soll bis zum Saisonende vom FC Arsenal an den Traditionsclub ausgeliehen werden, der Wechsel ist aber noch nicht offiziell.

«Podolski hat eine wichtige Karriere hinter sich, er ist ein Spieler, der uns sehr weiterhelfen kann», lobte Mancini den 29-Jährigen. Gegen Rekordmeister Juventus erwartet der 50-Jährige «eine harte und schwere Partie». «Um zu gewinnen, müssen wir ein wirklich perfektes Spiel zeigen», sagte der Trainer des derzeitigen Tabellenelften.

Nach einer enttäuschenden Hinrunde will sich der 18-malige italienische Meister im Januar weiter verstärken, ist laut Medienberichten auch an Xherdan Shaqiri vom FC Bayern München interessiert. «Er ist ein junger Spieler, der sicherlich zu uns passen würde», lobte Mancini den Schweizer Nationalspieler.

Der ehemalige Fußball-Bundestrainer Jürgen Klinsmann traut Podolski zu, bei Inter Mailand schnell eine wichtige Rolle zu spielen. «Er macht aus wenigen Chancen seine Tore, ist abgebrüht, liest das Spiel voraus und kann sich dort schnell akklimatisieren», sagte der heutige US-Nationalcoach der «Bild»-Zeitung. Der 50-jährige Klinsmann hatte selbst von 1989 bis 1992 bei Inter Mailand gespielt.

Derzeit ist der Club als Tabellenelfter der Serie A nur noch Mittelmaß und weit von einstigen Erfolgen entfernt. Inter müsse «so schnell wie möglich nach oben, um sich für Europa nächstes Jahr zu qualifizieren», sagte Klinsmann. «Ich hoffe, Poldi hilft ihnen dabei.»

Auch der frühere Inter-Mailand-Profi Andreas Brehme hält den Wechsel von Podolski in die Serie A für den richtigen Schritt. «Meiner Meinung nach hat er genau das Richtige gemacht, diese Entscheidung zu treffen und etwas zu riskieren. Die Meisterschaft und das Land zu wechseln wird ihm gut tun», sagte der Fußball-Weltmeister von 1990 dem «Corriere dello Sport».

Mit dem 29-Jährigen könne Inter Mailand «den dritten Platz anstreben und auch erreichen», urteilte Brehme. «Inter hat einen großartigen Angreifer geholt. Podolski hat bei Arsenal wenig gespielt, aber er hat einen unglaublichen linken Fuß und viel Talent. Auf dem Platz kann er alles.»

Brehme hatte von 1988 bis 1992 für den 18-maligen italienischen Meister gespielt und in 154 Spielen zwölf Tore erzielt. Auch wenn die Voraussetzungen für Podolski in Mailand nicht so gut seien wie vor 25 Jahren, komme er in eine «großartige Mannschaft».