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IS-Kämpfer nehmen Kobane in die Zange

IS-Kämpfer nehmen Kobane in die Zange
IS-Kämpfer nehmen Kobane in die Zange
Tolga Bozoglu

Im Kampf gegen die Terrorgruppe Islamischer Staat (IS) um die syrische Grenzstadt Kobane wird die Lage der kurdischen Milizionäre dort immer verzweifelter.

Die Dschihadisten intensivierten ihre Angriffe und nahmen nach Angaben von Aktivisten die Kämpfer der kurdischen Volksschutzeinheiten von drei Seiten in die Zange.

Der kurdische Aktivist Farhad al-Schami berichtete der Deutschen Presse-Agentur am Telefon aus der umkämpften Enklave an der Grenze zur Türkei, es gebe heftige Gefechte im Süden, Westen und vor allem im Osten der Stadt. Den nur mit leichten Waffen ausgerüsteten kurdischen Kämpfern sei es gelungen, während der Nacht mindestens sieben Angriffe der Dschihadisten im Südwesten zurückzuschlagen.

Ismat Hassan vom Verteidigungsrat in Kobane sagte der kurdischen Nachrichtenagentur Welati, seine Kämpfer hätten nachts mindestens zwei Selbstmordanschläge von IS-Angreifern in der Nähe des Zentrums vereitelt. Die Dschihadisten versuchen seit Freitag die lebenswichtige Versorgungsroute der Kurden zur türkischen Grenze zu erobern.

Nach Angaben der syrischen Menschenrechtsbeobachter griff die von den USA geführte Anti-IS-Koalition während der Nacht die Dschihadisten im östlichen und südlichen Bereich von Kobane aus der Luft an.

Die im syrischen Bürgerkrieg stark gewordene IS-Miliz hat bereits seit Juni große Gebiete in Syrien und im Irak unter Kontrolle. Trotz internationaler Luftschläge rücken die sunnitischen Extremisten in neue Gebiete vor.